Lockerungen
Stadt will Grundschulen und Kitas zeitnah öffnen

Münster -

Münster hat seit Wochen eine Inzidenz von unter 50. Deshalb strebt die Stadt jetzt Lockerungen für Grundschulen, Kitas und beim Sport für Kinder und Jugendliche an. Diese Bitte will man an das Land herantragen.

Mittwoch, 10.02.2021, 18:30 Uhr aktualisiert: 10.02.2021, 19:53 Uhr
Lockerungen: Stadt will Grundschulen und Kitas zeitnah öffnen
Die Stadt Münster möchte Kitas und Grundschulen schon bald wieder öffnen. Foto: dpa (Symbolbild)

Die Stadt Münster setzt darauf, dass angesichts der sinkenden Inzidenzwerte in Münster, eine Öffnung von Kitas und Grundschulen alsbald möglich wird. „Wir haben in der vierten Woche einen Inzidenzwert unter 50“, begründete Corona-Krisenstableiter Wolfgang Heuer diese Erwartung am Mittwoch im Rat zeitgleich zu den in Berlin stattfindenden Bund-Länder-Beratungen. „Jetzt ist es am Land, der Stadt ein Angebot zu machen“, erklärte Heuer. Sollte das nicht geschehen, werde die Stadt eine entsprechende Bitte an das Land herantragen.
Heuer erinnerte daran, dass nach der gültigen Corona-Schutzverordnung schon nach sieben Tagen bei einer Inzidenz unter 50 Lockerungen möglich seien. „Wir haben auf diese Karte als Stadt nie gesetzt“,  betonte Heuer. Man habe alle Maßnahmen bisher mit Blick auf die Region mitgetragen. Nunmehr setzt die Stadt aber auf Lockerungen im Bereich von Grundschulen und Kitas sowie bei Sportangeboten für Kinder und Jugendliche. Einen entsprechenden Vorschlag hatten Ordnungsdezernent Heuer und Schuldezernent Thomas Paal am Vormittag dem Krisenstab unterbreitet.

"Entscheidung, die die Landesregierung treffen muss"

„Alles das ist lokal begrenzt und damit gut geeignet als Lockerungen“, begründete Heuer. Aus Sicht der Stadt liegt der Ball jetzt im Feld der Landesregierung. „Es ist eine Grundentscheidung, die die Landesregierung treffen muss, inwieweit sie womöglich einzelne regionale Lösungen vorziehen will“, so Heuer.

Wie das Virus über Münster kam

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  • Seit dem 26. Februar des vergangenen Jahres hat das Coronavirus auch Münster fest im Griff. Eine Chronologie von den ersten Empfehlungen zur Infektionshygiene bis zur Eröffnung des Impfzentrums in der Halle Münsterland.

    Foto: colourbox.de
  • 26. Februar: Stadt Münster veröffentlicht Empfehlungen zur Infektionshygiene

    Foto: colourbox.de
  • 27. Februar: Vorab-Ankündigung eines Corona-Krisenstabs

    Foto: Martin Kalitschke
  • 29. Februar: Erste registrierte Corona-Infektion in Münster

    Foto: colourbox.de
  • 2. März: Erste Sitzung des Krisenstabs

    Foto: Matthias Ahlke
  • 2. März: Systematische Umwidmung von normalen Krankenhausbetten in "Corona-Betten" gestartet

    Foto: dpa
  • 2. März: Transparenzoffensive der Stadt gestartet (Web)

    Foto: Screenshot
  • 4. März: Erste Kita präventiv geschlossen

    Foto: Matthias Ahlke
  • 5. März: Erste Schule präventiv geschlossen

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  • 10. März: Send-Absage

    Foto: Matthias Ahlke
  • 13. März: Stadt untersagt Club- und Tanzveranstaltungen

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  • 14. März: Ankauf von 500.000 Materialien zum Schutz v.a. in systemrelevanten Einrichtungen

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  • 16. März: Land schließt alle Schulen und Kitas

    Foto: dpa
  • 18. März: Lockdown – Allgemeinverfügung der Stadt zur Schließung von Einrichtungen, Geschäften, Lokalen, Sportanlagen, Kultureinrichtungen usw. sowie Verbot von Veranstaltungen; sukzessive verschärfte Auflagen am Wochenmarkt, der aber dauerhaft erhalten bleibt

    Foto: Klaus Meyer
  • 26. März: Erster Corona-Todesfall in Münster

    Foto: dpa
  • 26. März Therapiezentrum mit KVWL in Uppenberg-Schule eingerichtet

    Foto: Katrin Jünemann
  • 30. März: Einrichtung einer "Kommunalen Krankenhilfe-Einrichtung" im DRK-Institut, Sperlichstraße, zur Entlastung von Krankenhäusern

    Foto: Matthias Ahlke
  • 31. März: zwei Anlauf- und Versorgungsstellen für wohnungslose Menschen

    Foto: Presseamt Münster
  • 14. April: "Münsters gute Naht" – Masken-Aktion mit Kirchen und Apothekerkammer

    Foto: dpa
  • 20. April: Münster führt als erste Großstadt in NRW die Maskenpflicht ein; später zieht Landesregierung mit allgemeiner Maskenpflicht nach; parallel laufen erste Lockerungen an

    Foto: Oliver Werner
  • 30. April: Gastro-Gipfel und andere Maßnahmen zur Dämpfung wirtschaftlicher und kultureller Folgeschäden

    Foto: Oliver Werner
  • 11. Mai: Entscheidung, Erntehelfer/innen auf drei Bauernhöfen zu testen

    Foto: Peter Steffen/dpa
  • 10. Juni: 41. und vorerst letzte Sitzung des Krisenstabes

    Foto: Stadt Münster
  • 23. Juni: Wiederaufnahme des Krisenstabes wegen schwerer Ausbruchsgeschehen im Umland

    Foto: Gunnar A. Pier
  • August: Stark steigende Infektionszahlen in Münster

    Foto: Screenshot
  • 20. September: Großevakuierung von 16.000 Menschen in Mauritz (Blindgängerfund) trotz Corona geglückt

    Foto: Pjer Biederstädt
  • 28. September: Erste Bar wegen eines Ausbruchsgeschehens geschlossen, Grundschulklassen vorsorglich in Quarantäne

    Foto: Oliver Werner
  • 9. Oktober: 50. Sitzung des Corona-Krisenstabs

    Foto: Oliver Werner
  • 23. Oktober: Erste Restaurants wegen Ausbruchsgeschehens geschlossen, 15 Corona-Todesfälle gesamt

    Foto: Oliver Werner
  • 24. Oktober: Stadt überschreitet Inzidenzwert von 35

    Foto: colourbox.de
  • 25. Oktober: Stadt überschreitet Inzidenz-Grenzwert von 50

    Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
  • 26. Oktober: Absage aller Weihnachtsmärkte in Münster

    Foto: Oliver Werner
  • 27. Oktober: Maskenpflicht in stark frequentierten Fußgängerzonen

    Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
  • 30. Oktober: Stadt überschreitet Inzidenz-Grenzwert von 100

    Foto: Oliver Auster/dpa
  • 31. Oktober: Schließung aller Hallenbäder und städtischer Kultureinrichtungen, Hotels, Restaurants etc.

    Foto: Matthias Ahlke
  • November: Weitere Verstärkungen für das "Team Corona" im Gesundheitsamt – nun über 100 Personen

    Foto: Oliver Werner
  • 2. November: Münsters Inzidenz liegt bei 116,7

    Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
  • 6. November: Entzerrung des Unterrichtbeginns in Schulen / Maskenpflicht auf Spielplätzen

    Foto: mlü
  • 12. November: 20 Corona-Todesfälle gesamt in Münster

    Foto: Frank Molter/dpa
  • 17. November: Ankündigung des Landes – Münster wird Standort eines Impfzentrums, Federführung bei Feuerwehr

    Foto: Amt für Kommunikation/Stadt Münster
  • 19. November: Mobile Raumluftreiniger in 300 Schulräumen eingesetzt

    Foto: Amt für Kommunikation/Stadt Münster
  • 20. November: Verschärfte Corona-Regeln in Schulen

    Foto: dpa
  • 4. Dezember: Stadt startet breit angelegte Kampagne: "#MSgegenCorona"

    Foto: Stadt Münster
  • 9. Dezember: Verschärfter Corona-Bußgeldkatalog - 
    Stadt stellt 1,2 Millionen Euro in Übergangsfinanzierung für Aufbau des Impfzentrums bereit

    Foto: Oliver Werner
  • 15. Dezember: Impfzentrum ist betriebsbereit – kann aber aufgrund mangelnder Impfstoffe nicht starten

    Foto: Oliver Werner
  • 16. Dezember: Stadtverwaltung fährt Betrieb coronabedingt herunter

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  • 19. Dezember: Stresstest im Impfzentrum geglückt

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  • 23. Dezember: Hilfsorganisationen und Feuerwehr unterstützen in Pflegeeinrichtungen bei Abnahme von Corona-Tests

    Foto: dpa
  • 27. Dezember: Start der Impfkampagne in vollstationären Pflegeeinrichtungen – 180 Personen geimpft

    Foto: hpe
  • 31. Dezember: Feuerwerksverbot auf zahlreichen Straßen, Plätzen und öffentlichen Anlagen, 50 Corona-Todesfälle gesamt

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  • 8. Januar: Oberbürgermeister Markus Lewe plant Gedenktag für Corona-Opfer

    Foto: Oliver Werner
  • 18. Januar: Impfstart in den Krankenhäusern der Stadt – in Eigenregie

    Foto: Matthias Ahlke
  • 19. Januar: Auftakt zur Zweitimpfung in Münsters stationären Einrichtungen

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  • 20. Januar: Münsters Inzidenz unter 50 – und so soll es auch bis heute (8.Februar) bleiben

    Foto: Ann-Kathrin Schriever
  • 22. Januar: Post vom Landesgesundheitsminister für 17.000 Über-80-Jährige in Münster zum Start im Impfzentrum

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  • 25. Januar: Impf-Terminvergabe an Über-80-Jährige durch KVWL

    Foto: Jürgen Christ
  • 29. Januar: 90 Corona-Todesfälle in Münster gesamt

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  • 1. Februar: "Impf-Taxi" soll Transport zum Impfzentrum sichern

    Foto: Matthias Ahlke
  • 3. Februar: Neue Corona-Mutation in Münster registriert

    Foto: imagoimages
  • 8. Februar: Eröffnung des Impfzentrums Münster unter schwierigen Witterungsbedingungen (Massiver Wintereinbruch)

    Foto: Stadt Münster


Die Stadt erwägt, den Präsenzunterricht durch den Einsatz von Schnelltests zu ermöglichen. Schulleitungen erhielten eine Mail der Stadtverwaltung, in der diese Möglichkeit aufgezeigt wird. Konkret werden die Schulen gefragt, ob es unter den Mitarbeitenden oder in der Elternschaft medizinisch geschulte Personen gebe, die beim Testen mithelfen könnten.

Schulöffnungen mit Schnelltests?

„Im Zusammenhang mit einer zukünftigen (Teil-) Öffnung von Schulen wird mit Blick auf einen begleitenden Infektionsschutz zunehmend die Möglichkeit von Schnelltestungen in Schule diskutiert. Eine diesbezüglich erleichternde Medizinprodukte-Abgabeverordnung ist bereits erlassen“, heißt es einleitend in der Mail, die an die Eltern eines Gymnasiums versandt wurde.
Auch wenn die Rahmenbedingungen für Schnelltestungen in Schulen derzeit noch nicht geklärt seien, sei „absehbar, dass die Umsetzung eine große logistische Herausforderung sein wird. Dazu gehört auch eine ausreichende Personalressource“, heißt es, und weiter: „Möglicherweise gibt es an Ihrer Schule entsprechend qualifiziertes Personal in der Mitarbeiterschaft oder auch in der Elternschaft, das prinzipiell bereit wäre, an Ihrer Schule Schnelltests durchzuführen.“ Am Geschwister-Scholl-Gymnasium wurde bekannt, dass sich bereits Freiwillige gemeldet hätten.
In anderen Ländern, etwa Österreich, ist der Präsenz-Schulbetrieb jetzt unter Einbeziehung von Schnelltests wieder aufgenommen worden.

 

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