Drei Städte, drei Strategien
So halten Münster, Tübingen und Rostock die Corona-Inzidenzen niedrig

Münster -

Der Kampf gegen die Corona-Pandemie ist noch lange nicht gewonnen. Unter den Kommunen und Kreisen, die bislang recht gut durch die Pandemie gekommen sind, sind Münster, Tübingen und Rostock. Wir haben mit den Verantwortlichen vor Ort über die Strategien im Kampf gegen das Virus gesprochen. Von Martin Kalitschke
Freitag, 19.02.2021, 18:50 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 19.02.2021, 18:50 Uhr
Drei Städte, drei Strategien: So halten Münster, Tübingen und Rostock die Corona-Inzidenzen niedrig
Münsters Krisenstabsleiter Wolfang Heuer (o.), Rostocks Gesundheitssenator Steffen Bockhahn und Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen haben unterschiedliche Strategien angewendet, um die Corona-Inzidenz niedrig zu halten. Foto: Collage: Lisa Stetzkamp
Münster zählt nach wie vor bundesweit zu den Städten mit den wenigsten Corona-Neuinfektionen. Seit fünf Wochen liegt der Inzidenzwert unter 50 – aktuell bei nur 17,1. Wird es nun Zeit für Lockerungen? Einerseits, so Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer, begründe diese positive Entwicklung eine Öffnungsperspektive. Mit Blick auf die Ausbreitung der britischen Virusvariante plädiert er aber „für ein vorsichtiges und gut abgesichertes Vorgehen, bei dem Öffnungen in Kita, Schule und Sport Vorrang vor anderen Feldern genießen“. Auch einige andere Städte in Deutschland haben die Corona-Lage aktuell im Griff – darunter Rostock und Tübingen. Während der Rostocker Gesundheitssenator Steffen Bockhahn ähnlich vorsichtig ist wie Heuer, sieht der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer die Zeit für Öffnungen gekommen. Die Strategien, die dazu geführt haben, dass die Städte bislang so gut durch die Corona-Krise gekommen sind, sind unterschiedlich: Münster: Oft schneller als die anderen In dieser Woche tagte der Corona-Krisenstab zum 68. Mal. Ende Februar 2020 wurde er zum ersten Mal einberufen – Wochen vor dem ersten Lockdown. „Es gab damals durchaus Kritik“, sagt Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer. „Es hieß: Ihr könnt doch nicht das Wort ,Krise‘ in den Mund nehmen.“ Die Stadt ließ sich nicht beirren, „wir wollten sofort das Signal setzen, dass Corona keine Spaßveranstaltung ist, sondern dass es im Gegenteil um Gefahrenabwehr geht, für die wir alle Kräfte bündeln müssen“.
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