Der lange Weg des Simon Schäfer, der ein Gescheiterter war
Einmal Abgrund und fast zurück

Münster -

Simon Schäfer nennt sich selbst gescheitert. Obwohl der heute 40-Jährige beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Berufslaufbahn hatte, scheitert er an Erwartungen, die andere an ihn stellen. Im Haus vom Guten Hirten findet er zu sich selbst. Von Björn Meyer
Dienstag, 23.02.2021, 12:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 23.02.2021, 12:00 Uhr
Simon Schäfer in der Handwerkstatt deses Hauses vom Guten Hirten. Im Bearbeiten von Holz hat er einen Antrieb gefunden, der ihm viele Jahre fehlte.
Simon Schäfer in der Handwerkstatt deses Hauses vom Guten Hirten. Im Bearbeiten von Holz hat er einen Antrieb gefunden, der ihm viele Jahre fehlte.
Im Raum Koblenz bürgerlich aufgewachsen, Abitur mit einem Schnitt von 1,1, dann Zivildienst sowie ein Studium in Passau, das er als Diplom-Kulturwirt abschließt: Simon Schäfer stehen Mitte der 2000er-Jahre viele Türen offen. Jedenfalls von außen betrachtet. Er selber aber hat damals schon das Gefühl, „vor einer Wand zu stehen“. Es ist die Wand eines Mannes, der von sich selbst sagt, er sei gescheitert. Der sich selbst nach vielen Jahren ohne Ziel als ganz unten angekommen wähnt. Und der genau dort den Spaß am Leben wiederentdeckt. Auf der Suche nach einer „Insel zum Wohlfühlen“ Zurück zum jungen Simon Schäfer: Nach dem Studium trifft er die Entscheidung, sich dem Jesuiten-Orden anzuschließen. Eine „verlässliche Gruppe“, eine „Insel zum Wohlfühlen“, das habe er gesucht, so erzählt er es. Ob das bereits eine Flucht gewesen sei? Bei der Antwort zögert er. Schnell merkt Schäfer, dass das Leben im Orden nichts für ihn ist. Er verlässt die Gemeinschaft und schreibt Bewerbungen.
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