Wettbewerb um Fördermittel für Mobilität
Münster geht beim Land mit der Schillerstraße ins Rennen

Münster -

Das Land NRW lobt Fördermittel aus für besondere Verkehrsprojekte aus. Die Stadt möchte von dem Kuchen etwas abbekommen – und schickt die Umgestaltung der Schillerstraße ins Rennen, samt Verlegung von Parkplätzen ins Parkhaus.

Freitag, 26.02.2021, 20:30 Uhr
Die Schillerstraße soll umgestaltet werden.
Die Schillerstraße soll umgestaltet werden. Foto: Oliver Werner

Die Stadt Münster möchte an dem Landeswettbewerb „Mobilität in lebenswerten Städten“ teilnehmen und hofft im Idealfall auf eine Fördersumme in Höhe von 20 Millionen Euro. Im Verkehrsausschuss am Donnerstagabend stellte der Leiter des Amtes für Mobilität und Tiefbau, Michael Grimm, das Projekt vor.

Konkret will Münster als Wettbewerbsbeitrag eine Kombination aus Quartiersparkhaus und Fahrradstraße einreichen. Es geht dabei um die (Teil-)Nutzung des Parkhauses Bremer Platz sowie um die Neugestaltung der Schillerstraße als Fahrradstraße.

Rotfärbung und weniger parkende Autos

Die Schillerstraße ist Teil der Veloroute, die von der Promenade in Richtung Südosten führt – über den Lütkenbecker Weg weiter in Richtung Gremmendorf und schließlich bis Everswinkel.

Problematisch ist der Teil der Schillerstraße zwischen Bremer Platz und Ring. Hier ist die Straße eng, an beiden Straßenseiten wird geparkt. Zum Standard der neuen Fahrradstraße gehört nicht nur die Rotfärbung, sondern auch der Verzicht auf parkende Autos, zumindest an einer Straßenseite. Um dieses Ziel im sehr dicht bebauten Hansaviertel umsetzen zu können, sollen wegfallende Parkplätze an der Schillerstraße im Parkhaus Bremer Platz kompensiert werden. Das wäre ein erster Schritt in Richtung der jüngst viel diskutieren Quartiersparkhäuser.

Störungsfrei bis zur Promenade

In die Bewerbungsmappe möchte die Stadtverwaltung zudem ein Konzept packen, wie man als Fahrradfahrer möglichst störungsfrei von der Schillerstraße bis zur Promenade kommt. Dazu wird die Veloroute über die „kleine“ Bremer Straße in Richtung Wolbecker Straße geführt und dann weiter zur Salzstraße. Die erste Wettbewerbsphase reicht bis Ende des Jahres. Sollte die Stadt Münster erfolgreich sein, würde die Stadtverwaltung nach Auskunft Grimms die Öffentlichkeit und die Politik über alle weiteren Schritte informieren.

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