Planungen für das Oxford-Areal
„Moxie“ wird der erste Wohnhof

Münster -

„Moxie“ macht das Rennen: Bei der Konzeptvergabe für eine 1,2 Hektar große Fläche auf dem Oxford-Areal hat sich das Konzept „Moxie – Worklife im Grünen“ durchgesetzt. Die beteiligten Architekten haben spannende Vorschläge für das Wohnviertel der Zukunft gemacht.

Montag, 01.03.2021, 08:00 Uhr
So soll das ehemalige Mannschaftsgebäude aussehen (gr. Bild). Kleines Bild: Blick über den Hof zur ehemaligen Wagenhalle, rechts die Wohngruppe mit Betriebsstätte und Dachgewächshaus.
So soll das ehemalige Mannschaftsgebäude aussehen (gr. Bild). Kleines Bild: Blick über den Hof zur ehemaligen Wagenhalle, rechts die Wohngruppe mit Betriebsstätte und Dachgewächshaus. Foto: Stadt Münster

Atelierwohnen, Dachgewächshaus, Quartierstreff: Auf einem 1,2 Hektar großen Areal im Oxford-Quartier soll ein vielfältiger Wohnhof entstehen. Der Veräußerung der Fläche hat der Aufsichtsrat der städtischen Entwicklungsgesellschaft Konvoy zugestimmt, teilt die Stadt mit.

Bei der Konzeptvergabe hat sich das Konzept „Moxie – Worklife im Grünen“ durchgesetzt. „Moxie“ ist eine gemeinsame Projektentwicklung der „Interboden“ Innovative Lebenswelten GmbH & Co. KG aus Ratingen und der MDP GmbH aus Münster unter Beteiligung von Lecke Architekten (Münster) sowie Goetzen Architekten (Ratingen).

116 Wohnungen im Areal

Mit der Umnutzung eines der vier markanten Mannschaftsgebäude und der Ergänzung um Neubauten soll eine attraktive Hofsituation geschaffen werden, heißt es. 116 ganz unterschiedliche Wohnungen mit einem Anteil von geförderten Wohnungsbau bietet ein Angebot für Wohnungssuchende.

Für die Stift Tilbeck GmbH ist an zentraler Stelle ein eigener Neubau vorgesehen, der neben einer Wohngruppe und einer Betriebsstätte auch – als besonderer Hingucker – ein Dachgewächshaus vorsieht. Im Mittelpunkt des Wohnhofes sind zudem Flächen für einen Quartierstreff geplant, der für alle Bewohner des Oxford-Quartiers offenstehen soll.

Eine ehemalige Wagenhalle soll zum Atelierwohnen umgenutzt werden: Wohnen und Werken sollen unter einem Dach stattfinden.

"Maßgeschneidertes Konzept"

Stadtbaurat Robin Denstorff und Konvoy-Geschäftsführer Stephan Aumann freuen sich über diese Auswahl. „Das maßgeschneiderte Konzept ist für eine nachhaltige und ökologische Bauweise vorgesehen und unterstützt somit den Gedanken des gesamten Oxford-Quartiers perfekt“, betont der Stadtbaurat. Für diesen Bereich ist unter anderem – wie für das gesamte Oxford-Quartier – eine Regenrückhaltung auf dem Grundstück vorgesehen. Recyclingfähigkeit und Ressourcenschonung stehen bei der Bauweise und Auswahl der Baustoffe im Fokus, heißt es.

Das Mobilitätskonzept sieht neben einem Car-Sharing-Angebot vielfältige Abstellmöglichkeiten für alle möglichen Fahrrad-Arten vor. Sebastian Künzl von „Interboden“ bekräftigt seine Erwartung: „Die Umsetzung des Projektes ‚Moxie‘ im Oxford-Quartier passt perfekt zu unserer Expertise in der Entwicklung gemischt genutzter Quartiere“.

Demnächst finden Verhandlungen zur Optimierung des Konzeptes und der Gestaltung des Grundstücksvertrages statt. Alle Seiten erwarten positive Gespräche, sodass ab Frühjahr 2022 gebaut werden könnte.

Zahlen und Fakten

Die Gesamtfläche von „Moxie“ beträgt 11 845 Quadratmeter. Davon sollen 4862 Quadratmeter bebaut werden. Insgesamt sind 116 Wohneinheiten geplant – 66 davon in Bestandsgebäuden, 50 in Neubauten, 15 als geförderter Wohnungsbau. Außerdem sind 10 Gewerbeeinheiten und 101 Kfz-Stellplätze geplant. Besondere Einrichtungen: Ein Quartierstreff für alle Bewohner, die Wohngruppe Stift Tilbeck mit Betriebsstätte und Dachgewächshaus sowie der Umbau einer Wagenhalle zu Atelierwohnungen. Das Areal des Oxford-Quartiers in Gievenbeck ist insgesamt 260 000 Quadratmeter groß. 125 000 Quadratmeter sollen als Wohn- und Gewerbeflächen genutzt werden. Für öffentliche Grünflächen sind 90 000 Quadratmeter vorgesehen. Für Straßen, Wege und Plätze werden 45 000 Quadratmeter veranschlagt. Insgesamt sind auf dem ehemaligen Kasernengelände 1200 Wohneinheiten geplant. Davon kommen 325 aus dem Gebäudebestand. 30 Prozent der Wohneinheiten sind mit 30 Prozent geförderter Wohnungsbau. Das Areal soll Platz bieten für 4000 Einwohner.

Außerdem sollen nach den jetzigen Plänen der Stadt 98 000 Quadratmeter versiegelte Flächen zurückgebaut und 15 600 Kubikmeter Bodenmasse saniert werden. Für die öffentliche Infrastruktur sind der Bau von vier Kitas, einer Grundschule, einem Bürgerhaus, einer Turnhalle sowie mehrerer Mobilitätshubs vorgesehen. Zum Vergleich: Das andere Kasernengelände, das umgenutzt werden soll, ist fast doppelt so groß: Die Gesamtfläche des York-Kasernen-Areals in Gremmendorf beträgt 500 000 Quadratmeter.

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