Album „Okay“ von Great Escapes erscheint im März
Seit eineinhalb Jahren brandneu

Münster -

Die münsterische Emopunkband „Great Escapes“ hat ein neues Album am Start. „Okay“ heißt die LP, die am 19. März bei Midsummer Records erscheint. Eigentlich müsste die Scheibe längst auf dem Markt sein, doch die Corona-Pandemie hat die Band gehörig ausgebremst.

Donnerstag, 04.03.2021, 11:00 Uhr
Die Band Great Escapes mit (v.l.) Maik Osterhage, Maik Pohlmann und Frederik Tebbe.
Die Band Great Escapes mit (v.l.) Maik Osterhage, Maik Pohlmann und Frederik Tebbe. Foto: Nico Ackermeier

Als Frederik Tebbe (29), Maik Osterhage (29) und Maik Pohlmann (30) im Oktober 2019 ins Studio gehen, denken sie natürlich keine Sekunde daran, dass ihr neues Album „Okay“ erst eineinhalb Jahre später das Licht der Plattenwelt erblicken würde. Doch die Pandemie kommt für die Musiker der Band „Great Escapes“ aus Münster und Rheine zur Unzeit.

„Ein paar Konzerte haben wir im Februar und März 2020 sogar noch gespielt“, erinnert sich Sänger und Gitarrist Tebbe. Dann tritt Corona auf die Bremse. „Das war schon schade, mit den fertigen Songs nicht weiter auf die Bühnen zu können“, sagt Tebbe. Das Album halten sie aus diesem Grund erstmal zurück. Mit der Veröffentlichung wollen sie bis zum Herbst 2020 warten – „dann ist ja alles vorbei“, so der Gedanke. Pustekuchen.

Melodischer und etwas weniger „rumpelig“

Zwei Viruswellen später wollen die drei ambitionierten Hobbymusiker nicht länger warten. Am 19. März erscheint „Okay“ beim Label Midsummer Records – auf Vinyl und als CD. Von allen stets zu kleinen Genre-Schubladen passt die mit der Aufschrift „Emopunk“ wohl noch am besten. Das unterschlägt allerdings den wohl dosierten Postpunkeinschlag. „Im Vergleich zum ersten Album ‚To My Ruin I’ll Go Gladly‘ ist die neue Platte etwas melodischer, etwas weniger rumpelig. Sie schließt mehr an die EP ‚Shivers and Shipwrecks‘ an und ist – und jetzt kommt so‘n Muckersatz – freier geworden“, sagt Tebbe.

Soll heißen: Die Band hat mehr Zeit investiert, Demos sondiert, verworfen, neu eingespielt. Die zehn neuen Lieder haben sie mit Bastian Hartmann und Lukas Kroll in zwölf Tagen in den Rad Room Rehearsals in Iserlohn produziert, „und nicht wie das erste Album in vier Tagen eingedonnert“, wie Tebbe sagt. Die erste Single-Auskopplung ist „Ashes“ (Video auf Youtube). Unter neun Songs mit englischsprachigen Texten ist „Phobophobie“ der einzige Track auf deutsch.

Stream-Konzert am 10. April

Schon seit 2014 bespielt das Trio die regionalen und überregionalen Bühnen. Wann das vor Publikum wieder möglich sein wird, steht in den Sternen. Am 10. April spielen sie erst einmal im Alten Schlachthof in Lingen ein Stream-Konzert. Die näheren Informationen dazu gibt die Band vorher auf ihrer Facebook-Seite bekannt.

„Mit dem neuen Album auf Tour gehen, würden wir natürlich schon gerne“, so Tebbes Plan. Fest steht diesbezüglich noch nichts, denn Pläne in der Pandemie zu schmieden, ist so eine Sache – davon können Tebbe, Osterhage und Pohlmann ein Lied singen.

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