Piepmeyer-Haus
Ex-Vorstand wegen Umgangs mit Missbrauchsvorwürfen in der Kritik

Münster -

Am Heinrich-Piepmeyer-Haus hat der Umgang mit Missbrauchsvorwürfen das Vertrauen der Eltern zum Vorstand zerrüttet. Seit Februar sind neue Köpfe an der Spitze – und die Polizei ermittelt weiter gegen einen früheren Mitarbeiter. Von Dirk Anger
Samstag, 06.03.2021, 10:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 06.03.2021, 10:00 Uhr
Seit 1961 ist die Hüfferstraße 41 ein Förderort für körper- oder mehrfachbehinderte Kinder
Seit 1961 ist die Hüfferstraße 41 ein Förderort für körper- oder mehrfachbehinderte Kinder Foto: Matthias Ahlke
Nervenaufreibende, aufwühlende und angstbehaftete Monate liegen hinter Kindern, Eltern und Beschäftigten am Heinrich-Piepmeyer-Haus. Im Juli vergangenen Jahres war der Kita-Leitung und dem Vorstand des Trägervereins von drei Eltern mitgeteilt worden, dass ein befristet tätiger Mitarbeiter exhibitionistische Handlungen vor den Augen ihrer Kinder vorgenommen haben soll. Zwar hat es daraufhin „unverzüglich“ eine Strafanzeige bei der Polizei gegeben, wie die damals Verantwortlichen betonen. Doch die übrigen Eltern wurden erst nach rund drei Monaten und auf massiven Druck der Elternvertreter über den Vorgang in einer der Gruppen unterrichtet. Verärgerung und Entsetzen über dieses Vorgehen waren unter Müttern und Vätern in der Folge riesengroß. Seitdem ist die Welt in der integrativen Kindertages- und Förderstätte für behinderte Kinder, die aus einer 1957 gegründeten Elterninitiative hervorgegangen war, nicht mehr dieselbe – auch wenn seit Februar ein neu gewählter Vorstand versucht, wieder Ruhe in die Einrichtung an der Hüfferstraße zu bringen.
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