Kostenloser Online-Vortrag: Münster in der Weimarer Republik
Eine Zeitreise in Bildern

Wie war Münster zu Zeiten der Weimarer Republik? Henning Stoffers beantwortet diese Frage mit einem reich bebilderten kostenlosen Online-Vortrag am 11. März. Eine Zeitreise, die das Wesen der Stadt mit imposanten historischen Bildern nachzeichnet.

Samstag, 06.03.2021, 15:00 Uhr
Im Jahr 1929 strotzte der Bahnhofsvorplatz nur so vor prunkvoller Architektur.
Im Jahr 1929 strotzte der Bahnhofsvorplatz nur so vor prunkvoller Architektur. Foto: Sammlung Stoffers (Münsterländische Bank Thie/Stadtarchiv

MünsterSoldaten kehren aus Frankreich heim, der Aasee wird ausgehoben, tausende Besucher verfolgen den Katholikentag vor dem Schloss – die Zeit von 1918 bis 1933 war auch in Münster einebewegte. „Sie stand politisch im Spannungsfeld zwischen Erstem Weltkrieg und dem Unheil, was da kommen sollte“, fasst Henning Stoffers die Gemengelage zusammen.

Der Publizist und profunde Kenner von Münsters Geschichte hat zur Zeit der Weimarer Republik einen reichbebilderten Vortrag vorbereitet. Am Donnerstag (11. März, 18 Uhr) stellt sich der 77-Jährige vor die Webcam im Stadtarchiv und erzählt live die Geschichten zu den Bildern aus seiner Sammlung.

Der Online-Vortrag ist kostenlos auf der Homepage des Stadtarchivs zu sehen – live und danach für zwei Wochen auf Abruf. „Ich wollte den Leuten einfach mal etwas Gutes tun. Sonst ist ja immer nur Corona“, beschreibt Stoffers seine Motivation.

Imposante historische Bilder

Die Zuschauer des Vortrags „Münster 1918-1933 – Bilder einer Stadt“ erwartet eine Zeitreise, die das Wesen der Stadt mit imposanten historischen Bildern nachzuzeichnen versteht. Fotografien vomBau der Torminbrücke oder der Halle Münsterland, Bilder von feiernden Menschen in Tanzlokalen, aber auch scheinbar kleine Details wie die Regeln von Badeanstalten(Männer und Frauen strikt getrennt, versteht sich) oder Zeitungsannoncen („Friseuse gesucht, gute Behandlung zugesichert“) formen ein Gesamtbild der Stadt.

Stoffers zeichnet in seinem Vortrag auch das Erstarken der Nationalsozialisten nach. „In einem Adressbuch von 1931 ist unter NSDAP nur ein Zweispalter zu finden, eine Kontaktadresse. 1934 sind es ganze drei Seiten“, so Stoffers.

Henning Stoffers wurde zwar 1944 in Halle an der Saale geboren, lebt aber seit 1953 – mit Unterbrechungen – in Münster. Der Publizist widmet sich mit viel Akribie der Geschichte der Stadt. Aus dieser Leidenschaft sind nicht nur Bücher entstanden, sondern auch eine Website mit etwa 300 bebilderten Beiträgen .

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