Polizei drängt Gegendemonstranten zurück
Lautstarker Auto-Korso gegen Corona-Maßnahmen

Münster -

Gut 40 Fahrzeuge haben sich am Sonntagnachmittag an einem Autokorso gegen die Corona-Maßnahmen beteiligt. Die Polizei löste drei Blockaden von Gegendemonstranten auf und prüft nun die Einleitung von Strafverfahren.

Sonntag, 07.03.2021, 18:00 Uhr aktualisiert: 08.03.2021, 08:06 Uhr
Polizisten drängten unter anderem am Stadttheater
Polizisten drängten unter anderem am Stadttheater Foto: klm

Ihre ablehnende Haltung gegenüber den Corona-Maßnahmen haben am Sonntagnachmittag Teilnehmer eines Auto-Korsos kundgetan, an dem sich laut Polizei 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 43 Fahrzeugen beteiligten. Veranstalter war offiziell die private Stiftung „Ärzte für Aufklärung“, die von Medizinern aus Hamburg gegründet wurde und wesentliche Erkenntnisse zur Corona-Verbreitung und -Impfung infrage stellt. Kritiker werfen der Gruppe vor, Fakten verzerrt darzustellen.Im Namen der Gruppe hatte ein Unterstützer aus Nordwalde im Internet zu dem Korso aufgerufen. Laut Veranstalter nahmen vor allem Personen aus dem Kreis Steinfurt sowie aus dem Raum Münster und Osnabrück teil. Die Fahrt vom Schlossplatz durch die Innenstadt mit Lautsprecher-Botschaften wurde von der Polizei begleitet.

An drei Stellen lösten die Beamten Straßenblockaden von insgesamt rund 80 Gegendemonstranten auf, die teils mit Antifa-Sprechchören unterwegs waren: an der Bergstraße, am Stadttheater sowie am Bült. Eine Gegendemonstration war laut Polizei nicht angemeldet. Die eingesetzten Beamten lösten die Blockaden mit Unterstützungskräften einer Einsatzhundertschaft auf. Gegendemonstranten, die der wiederholten Aufforderung, die Strecke freizugeben, nicht nachkamen, wurden von Einsatzkräften weggedrängt.

Laut Polizeibericht wurde die Identität einer Vielzahl von Teilnehmern der Blockaden festgestellt. Ein Teilnehmer des Auto-Korsos habe zudem gegenüber einem Zeugen erwähnt, er könne eine Waffe holen. Polizisten hätten daraufhin das betreffende Fahrzeug gesichert und durchsucht. Eine Waffe sei jedoch nicht gefunden worden, heißt es. Die Polizei prüft nun, inwieweit gegen verschiedene Personen Strafverfahren eingeleitet werden müssen.

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