Winter-Phänomen
Rötlicher Schnee ohne Auswirkung auf Mensch und Umwelt

Münster -

Der heftige Schneefall im Februar hat die Anwohner an den Fahrradstraßen Lindberghweg und Kirschgarten mächtig irritiert. Denn: Schnee und auch Schmelzwasser färbten sich rot. Jetzt konnte die Ursache aufgeklärt werden.

Montag, 08.03.2021, 15:15 Uhr aktualisiert: 08.03.2021, 16:10 Uhr
Winter-Phänomen: Rötlicher Schnee ohne Auswirkung auf Mensch und Umwelt
Roter Schnee am Fahrbahnrand am Lindberghweg Foto: Stadt Münster

Mitte Februar hatte der rötliche Schnee an den Fahrradstraßen Lindberghweg und Kirschgarten für Irritation bei den Anliegern gesorgt. Das städtische Presseamt erläutert nun in einer Mitteilung, dass die Färbung keine Auswirkungen auf Mensch oder Umwelt habe.

"Wir konnten uns die Rotfärbung nicht direkt erklären. Da aber nur zugelassene Straßenbaustoffe verwendet wurden, hatten wir auch nach Rücksprache mit dem Umweltamt keinen Anlass, von einer konkreten Gefahr auszugehen", erklärt Dr. Alexander Buttgereit, Abteilungsleiter im Amt für Mobilität und Tiefbau. "Nun liegen die Laborergebnisse vor und unsere Annahmen werden bestätigt."

Labor untersucht Schnee und Schmelzwasser

Das Amt für Mobilität und Tiefbau hatte laut der Mitteilung der Stadt "umgehend nach Kenntnis der roten Färbung des Schnees ein Labor beauftragt, um den Schnee sowie das Schmelzwasser näher zu untersuchen". Die Proben der beiden Fahrradstraßen Kirschgarten und Lindberghweg wurden auf die chemische und mineralogische Zusammensetzung bestimmt. Die chemische Zusammensetzung der beiden Proben sei dabei fast identisch, zu den Hauptbestandteilen gehören Sauerstoff, Kohlenstoff und Eisen.

"Die mineralogische Zusammensetzung zeigt, dass neben den Gesteinstypischen Mineralien noch Halit (welches als Streusalz eingesetzt wurde) und Hämatit vorkommen", schreibt die Stadt weiter. Bei Hämatit handele es sich um Eisenoxid, welches zur Rotfärbung des Asphalts eingesetzt wurde. Das Labor habe dadurch bestätigt, dass die Verfärbung in direktem Zusammenhang mit den eingesetzten Baustoffen steht und keine Gefährdung für Mensch und Umwelt davon ausgeht.

"Abrieb ist ganz normal"

Aber wie kommt es zu diesem Abrieb der Straßenoberfläche? Der Abrieb erfolge durch die Witterung und den Verkehr auf der Straße und zähle zu den üblichen Beanspruchungen eines Asphaltbelages. Dieser sorgt insbesondere für die Griffigkeit der Oberfläche. "Abrieb bei Straßenflächen ist ganz normal, einzig die rote Färbung war hier neu. In den Niederlanden ist dies bereits länger bekannt, hier wurde uns mitgeteilt, dass es in den ersten Jahren nach Einbau zu rotem Schnee kommen kann. Das rötliche Erscheinungsbild wird aber immer schwächer. Es war daher sicherlich eine Mischung aus einem extremen Winter und einem brandneuen Asphaltbelag", erklärt Dr. Alexander Buttgereit.

Die beiden Fahrradstraßen wurden erst im Sommer 2020 mittels rotem Asphalt auf den neuen Standard für Fahrradstraßen gesetzt. Auf den acht in 2020 umgestalteten Fahrradstraßen wurden nach Angaben der Stadt unterschiedliche Verfahren zur Rotfärbung verwandt, so dass roter Schnee auf nur wenigen Fahrradstraßen beobachtet werden konnte.

Die besten Schnee-Fotos unserer Leserinnen und Leser

1/55
  • Der Wintereinbruch hat in Münster für Probleme, aber auch für jede Menge Spaß gesorgt.

    Foto: Jochen Fischer
  • Das Schloss erstrahlt im Schnee...

    Foto: Nils Schulte
  • Der Dom lag ebenfalls verschneit da...

    Foto: Nils Schulte
  • Und am Aasee traf man auf einige kleine Schneemänner.

    Foto: Nils Schulte
  • Andere „backten“ eine etwas andere Eistorte...

    Foto: Andrea Lehmann
  • Die Eiszapfen ermöglichten auch einen außergewöhnlichen Blick auf die Kreuzkirche.

    Foto: Hubertus und Monika Reims
  • Aus dem Schnee lässt sich auch eine selbstkühlende Bar bauen.

    Foto: Stella Koo
  • Eingeschneite Gärten gibt es in Münster in diesen Tagen in Hülle und Fülle.

    Foto: Kurt Dirkschneider
  • Auf vielen Dächern türmt sich der Schnee - zum Beispiel hier in Kinderhaus...

    Foto: Kurt Grunert
  • ...oder auch in Hiltrup.

    Foto: Michael Beise
  • Wem es draußen zu kalt ist, der baut den Schneemann einfach im Wohnzimmer.

    Foto: Martina Szary
  • Auf diesem Balkon steht der Schnee knapp eineinhalb Meter hoch.

    Foto: Bernd Mettmann
  • Diese Leezen werden wohl erst einmal nicht mehr bewegt.

    Foto: Annika Hohoff
  • Der Schnee hat imposante Gebilde gebaut...

    Foto: Günter Malchow
  • ...und interessante Gebilde lassen sich aus ihm auch bauen.

    Foto: Klaus Helbig
  • An Straßenlaternen hängen lange Eiszapfen.

    Foto: Matthias Krecker
  • Im Kreuzviertel gibt es Winter mit einem Hauch Frühling.

    Foto: Christiane Brinkmann
  • Ein für Münster untypisches Foto...

    Foto: Matthias Krecker
  • Schnee-Impressionen aus Münster

    Foto: Klaus Helbig
  • Normalerweise geht es mit dem Auto, Fahrrad oder Bus durch die Unterführung.

    Foto: Matthias Krecker
  • Unter dieser Glocke auf dem Balkontisch schlummert eine Christrose vor sich hin, bewacht von einer selbst gebauten roten Solarleuchte.

    Foto: Monika Reidegeld-Knospe
  • Autofahrt gefällig? Wer hier losfahren möchte, muss erst einmal zur Schippe greifen.

    Foto: Lukas Wiedau
  • Auch das ehemalige Aschendorff-Druckhaus an der Soester Straße, heute noch Sitz der Lokalredaktion Münster und des Buchverlags, liegt verschneit da.

    Foto: Lukas Wiedau
  • Auf dieser Treppe gilt Rutschgefahr.

    Foto: Walter Böcker
  • Der Hafen ist ebenfalls winterlich eingeschneit.

    Foto: Lukas Wiedau
  • Die Promenade bot ebenfalls einen schönen Anblick.

    Foto: Nils Schulte
  • Hund Mio findet den Schnee klasse...

    Foto: Angelika Dohmann
  • ...genauso wie viele andere Vierbeiner...

    Foto: Patrick Joseph
  • ...zum Beispiel Schäferhündin Kalli, elf Jahre alt. „Sie tobt wie ein junger Hund durch den Schnee“, schreibt ihre Besitzerin dazu.

    Foto: Ellen Bultmann
  • Einige Münsteraner haben zum Beispiel die Skier ausgepackt...

    Foto: Steffi und Michael Glombitza
  • ...und haben Wege zu Langlauf-Loipen umfunktioniert.

    Foto: Steffi und Michael Glombitza
  • Wohin mit dem Schnee? Das fragen sich wohl mittlerweile viele Münsteraner.

    Foto: Bettina Laerbusch
  • Wenn schon der Winterurlaub corona-bedingt ausfallen musste, konnte das Snowboard jetzt wenigstens im Münsterland ausgeführt werden.

    Foto: Dirk Anger
  • Gleiches gilt für zahlreiche Skier.

    Foto: Ralf Brandt
  • Einige nutzen den Schnee auch für fotografische Experimente.

    Foto: Karin Grawe
  • Der wohl schnellste Weg zum Bäcker in diesen Tagen – mit Skiern...

    Foto: Christop Jöst
  • Von wegen nur Langlauf...zumindest kleine Abfahrten können aktuell sogar in Münster gefahren werden.

    Foto: Christop Jöst
  • Gerade in der Dunkelheit wirkt die verschneite Landschaft sehr idyllisch.

    Foto: Rolf Schleif
  • Schneeberge türmen sich auch auf dem Prinzipalmarkt.

    Foto: Markus Blank
  • Lange Eiszapfen an Straßenlaternen sehen spektakulär aus, können aber auch gefährlich werden.

    Foto: Raimund Gerwing
  • Der Servatiiplatz im Schnee

    Foto: Raimund Gerwing
  • Die Fenster sollten vielleicht lieber geschlossen bleiben....

    Foto: privat
  • Die Lambertikirche im Schneegestöber...

    Foto: Winfred Michels
  • ...und das beleuchtete Schloss glänzt im Winter-Wunderland.

    Foto: Winfred Michels
  • In vielen Gärten türmt sich der Schnee viele Zentimeter hoch...

    Foto: privat
  • ...und manchen steigt die weiße Pracht auch mächtig aufs Dach.

    Foto: Claudia Pankoke
  • Vor dem LWL-Naturkundemuseum ist noch viel unberührte Fläche.

    Foto: Karla Foerste
  • Die Straßen wurden zum Gehweg.

    Foto: Gabhard Hofner
  • Diese Leser schreibt, er habe erst fünf Stunden Schnee geschippt – und dann hat ein Nachbar einen befreundeten Landwirt samt Trecker bestellt.

    Foto: Gerd Harkötter
  • Münster – oder vielleicht doch das Innere einer Schneekugel?

    Foto: Heinz Lutterberg
  • Endlich wieder Ski fahren!

    Foto: Gisela Klein
  • Die Pause muss auf diesen Gartenmöbeln allerdings ausfallen...

    Foto: Olaf Trubel
  • ...anders als bei diesem jungen Mann, der er sich im Schnee gemütlich gemacht hat.

    Foto: Julian Sasse
  • Die Schneeverwehungen sorgten auf dem Prinzipalmarkt für schlechte Sicht...

    Foto: Christian Hohmann
  • ...und ließen es auch auf anderen Straßen mystisch aussehen.

    Foto: Christian Hohmann
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