Bühne am Aasee geplant
Rave-Veranstalter planen Demonstrationszug

Münster -

Ein Lkw mit Bühne, von der Musik gespielt wird, vorneweg, hunderte Demonstranten hinterher. So zumindest lautet die Grundidee einer Demo, die Mitte April von Münster-Hiltrup zum Aasee führen soll. Noch steht allerdings ein Fragezeichen hinter dem Konzept.

Dienstag, 30.03.2021, 18:00 Uhr
Mitte April soll an den Aasee-Treppen drei Stunden lang von einer Bühne aus Musik gespielt werden – als Teil einer Demo.
Mitte April soll an den Aasee-Treppen drei Stunden lang von einer Bühne aus Musik gespielt werden – als Teil einer Demo. Foto: Oliver Werner

Jede Woche finden in Münster Demonstrationen und Proteste statt. Doch ein für den 10. April geplanter Demonstrationszug von Hiltrup zum Aasee sticht heraus. Unter dem Motto #dontforgetus – auf deutsch: Vergesst uns nicht – wollen Vertreter der Club- und Eventszene auf ihre Lage aufmerksam machen – inklusive Musikbeschallung von einem vorausfahrenden Lkw und knapp dreistündigem Musikprogramm am Aasee, unterbrochen von 10 Minuten Rede.

 „Wir wollen an die Szene erinnern und fordern Gleichberechtigung“, sagt Organisator Arnoldas Praudzinskas. Es solle „auf keinen Fall eine Rave-Party“ werden, sondern wirklich ein Demonstrationszug. „Wir sind nicht gegen irgendwas, wir wissen, dass man im Moment nichts machen kann. Aber wir sind hier und wir warten, bis es wieder geht“. Praudzinskas ist nebenberuflich in der Veranstaltungsbranche tätig. Mit voller Lautstärke soll durch die Demo daran erinnert werden, dass Clubs und musikalische Events aktuell aussterben.

Polizei prüft Machbarkeit der Demo

„Eigentlich wollten wir das Ganze als normale Veranstaltung anmelden, aber das geht nicht.“ Daher sei die Idee entstanden, eine Demo zu veranstalten, erläutert Praudzinskas. „Das wird nicht wie eine normale Musikveranstaltung sein.“
Um 14 Uhr soll es am 10. April (Samstag) von der Marktallee in Hiltrup aus losgehen in Richtung Aasee, dauerhaft begleitet von Techno- und Housemusik. Dort soll auf einer Bühne erneut Musik gespielt werden. „Ich habe 100 Leute angemeldet, aber es werden auf jeden Fall mehr da sein“, so Praudzinskas.

Mindestabstand und Maskenpflicht

Alleine 50 Ordner habe er organisiert. Die sollen dafür sorgen, dass alle Teilnehmer Abstände und Maskenpflicht einhalten. „Bei Fridays for Future waren Tausende da , und es hat auch alles gut geklappt“, sagt Praudzinskas. Eine Hürde gibt es noch. Die Rave-Demo sei zwar ordentlich angemeldet, sagt eine Polizeisprecherin. Allerdings werde noch geprüft, ob die Demo so, wie Praudzinskas sich das vorstellt, durchgeführt werden kann.

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