Ab 1. April
Sparda-Bank West kassiert Negativzinsen

Münster/Düsseldorf -

Die Sparda-Bank West in Düsseldorf führt Negativzinsen für Giro- und Tagesgeldkonto ein. Zur Sparda-Bank West gehören auch alle Filialen im Münsterland. 

Mittwoch, 31.03.2021, 17:30 Uhr aktualisiert: 31.03.2021, 18:40 Uhr
Immer mehr Geld wird bei der Sparda-Bank West geparkt – für die Bank ist das zu teuer.
Immer mehr Geld wird bei der Sparda-Bank West geparkt – für die Bank ist das zu teuer. Foto: dpa

Auch die Sparda-Bank West in Düsseldorf zieht wegen der anhaltenden Strafzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) die Reißleine. Zulasten der Kunden – denn die müssen ab dem 1. April Negativzinsen in Höhe von minus 0,5 Prozent für Girokonten sowie in gleicher Höhe für Tagesgeldkonten berappen.

Auf Girokonten wird das Entgelt oberhalb eines Freibetrags von 25.000 Euro kassiert, auf Tagesgeldkonten ab 50.000 Euro, berichtete die Sparda-Bank West, zu der auch alle Sparda-Bank-Filialen im Münsterland zählen. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, ahme man damit viele Wettbewerber nach, die diesen Schritt bereits vorher gegangen seien.

„Wir haben lange auf einen solchen Schritt verzichtet, müssen ihn jetzt aber zum Wohle der gesamten Genossenschaft gehen“, sagte Vorstandschef Manfred Stevermann. „Da die immer wieder prognostizierte Zinswende ausgeblieben und durch die Corona-Pandemie sogar in weite Ferne gerückt ist, ist dieser Schritt nicht mehr zu vermeiden.“

Die Sparda-Bank verdeutlichte,warum der Zinsschritt aus ihrer Sicht unausweichlich geworden ist: Die Kundeneinlagen kletterten, wie berichtet, allein 2020 um 531 Mio. (plus 4,7 Prozent) auf 11,9 Mrd. Euro. Die Sparda-Bank parke daher immer mehr Geld bei der EZB, die für das Verwahren der Beträge inzwischen 0,5 Prozent Strafzinsen berechne.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7895464?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker