Interview mit dem Kinderschutzbund
„Die Kinderseelen leiden gerade massiv“

Münster -

Eltern suchen in der Corona-Pandemie häufiger den Rat von Experten. Beim Kinderschutzbund treffen sie auf offene Ohren. Der langjährige Geschäftsführer Dieter Kaiser, der seinen Posten jetzt räumt, erzählt im Interview, ob es der Kindern heute besser geht als vor 30 Jahren und was die Pandemie mit Familien macht.
Sonntag, 04.04.2021, 11:00 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 04.04.2021, 11:00 Uhr
Interview mit dem Kinderschutzbund: „Die Kinderseelen leiden gerade massiv“
Auch für Kinder ist die Corona-Pandemie eine schwierige Zeit. Foto: IMAGO / photothek (Symbolbild)
Als Dieter Kaiser im Oktober 1991 die Geschäftsführung des Kinderschutzbundes Münster übernahm, war Torben Oberhellmann acht Jahre jung und eines der Millionen Kinder, für die sich der Kinderschutzbund im Sinne einer kinderfreundlichen Gesellschaft einsetzt. Oberhellmann, inzwischen studierter Sozialpädagoge und Familienvater, übernimmt jetzt die hauptamtliche Position an der Spitze des Kinderschutzbundes. Die Themen und Herausforderungen haben sich gewandelt, wie unsere Redakteurin Karin Völker im Gespräch mit dem nun scheidenden und dem neuen Geschäftsführer erfuhr. Herr Kaiser, geht es den Kindern in Münster heute besser als vor 30 Jahren? Kaiser: In mancher Hinsicht schon: Die gewaltfreie Erziehung ist im Jahr 2000 Gesetz geworden – und das ist auch im Erziehungsstil der meisten Eltern heute angekommen. Vor 30 Jahren waren Schläge als Erziehungsmaßnahme deutlich weniger geächtet. Das Bewusstsein von Eltern ist hier gewachsen, auch allgemein die gerade stark diskutierte Sensibilität für sexualisierte Gewalt an Kindern.
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