Auszeichnung für FH
Architekturausbildung deutschlandweit Spitze

Münster -

Der Architekturfachbereich der FH Münster hat eine besondere Auszeichnung erhalten – als erster in Deutschland. Das bietet Absolventinnen und Absolventen einige Vorteile.

Donnerstag, 08.04.2021, 10:00 Uhr aktualisiert: 08.04.2021, 10:14 Uhr
Anna Maria Vogt, studentische Prodekanin, ihr Vorgänger Till Bäumer (M.) und Dekan Prof. Martin Weischer freuen sich über das Qualitätssiegel für die MSA
Anna Maria Vogt, studentische Prodekanin, ihr Vorgänger Till Bäumer (M.) und Dekan Prof. Martin Weischer freuen sich über das Qualitätssiegel für die MSA Foto: FH

Als erster Architekturfachbereich in Deutschland hat die „Münster School of Architecture“ (MSA) der FH Münster das UIA/Unesco-Qualitätssiegel erhalten. Damit werden die Bachelor- und Master-Abschlüsse der Absolventinnen und Absolventen weltweit anerkannt – in jenen Ländern, die der Union Internationale des Architectes (UIA) angehören.

„Und das sind fast alle“, sagt Prof. Martin Ebert, Prodekan der MSA. „Unsere Absolventinnen und Absolventen können zukünftig also sehr viel einfacher in Ländernaußerhalb Europas arbeiten.“

Bislang ging das meist nur über ein aufwendiges Anerkennungsverfahren des Abschlusses aus Münster. Den Prozess zur EU-Zertifizierung hatte die MSA schon vor Jahren erfolgreich durchlaufen. Das jetzige UIA-Verfahren ist im April 2017 gestartet – mit tatkräftiger Unterstützung des damaligen studentischen Prodekans Till Bäumer-Kern.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit gut bewertet

Bei einer dreitägigen Begehung machte sich eine Kommission von UIA-Mitgliedern im April 2019 ein detailliertes Bild von der Lehre und der Forschung an der MSA. Die fünfköpfige Kommission bestand aus professoralen Mitgliedern aus Malaysia, Großbritannien und den USA.

Besonders positiv bewertete die Kommission die interdisziplinäre Zusammenarbeit der MSA mit anderen Professionen, zum Beispiel mit dem Gesundheitswesen. Hierzu gab es etwa ein Projekt zum Bau einer Palliativstation für das Herz-Jesu-Krankenhaus in Münster. Außerdem lobte die UIA die Tatsache, dass es das Amt der studentischen Prodekane gibt – damit ist die MSA einer von wenigen Architekturfachbereichen in Deutschland – und die praxisnahe Lehre.

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