„skate-aid“ erweitert pädagogisches Skatepark-Projekt in Kampala
Mehr starke Kinder in Uganda

Münster -

„Skate-aid“, die vom münsterischen Skater-Pionier Titus Dittmann gegründete Kinderhilfsorganisation, hat neue Pläne in Uganda. Dort soll der Skate-Park in einem Township der Hauptstadt Kampala erweitert und internationaler Austausch gefördert werden.

Donnerstag, 08.04.2021, 13:44 Uhr aktualisiert: 09.04.2021, 15:00 Uhr
Kinder im von „skate-aid“ ermöglichten Skate-Park im Township Kitintale in Kampala, der nun erweitert werden soll.
Kinder im von „skate-aid“ ermöglichten Skate-Park im Township Kitintale in Kampala, der nun erweitert werden soll. Foto: skate-aid/T. Schult

„skate-aid“ ist eine gemeinnützige Organisation, die durch die pädagogische Kraft des Skateboardens umfassende Jugendhilfe leistet. Seit der Gründung 2009 durch den münsterischen Skateboard-Pionier Titus Dittmann realisiert sie weltweit soziale Skatepark-Projekte für benachteiligte Kinder undJugendliche, etwa in Ländern wie Uganda, Namibia, und Syrien oder Palästina.

Die Skateparks und das Skateboard sind die notwendigen Zutaten, um durch pädagogisch begleitete Workshops Kinder nachhaltig in ihrer Entwicklung zu unterstützen. So lernen sie nach dem eigenverantwortlichen Hinfallen selbstbestimmt wieder aufzustehen, berichtet die Organisation. Die Mission von „skate-aid“ laute: „Wir machen Kinder stark!“

Skater als Ersatzfamilie

„skate-aid“ ist auch in Kampala im Township Kitintale aktiv, in dem gut 70 000 Menschen leben. Zu den größten Problemen zählen dort Bildungsarmut, Arbeitslosigkeit, HIV und Aids sowie der Missbrauch von Drogen. Projektpartner vor Ort ist die „Uganda Skateboard Union“ (USU), die 2005 unter Leitung des Präsidenten der USU, Jackson Mubiru, ihren eigenen kleinen Skatepark gebaut hat.

Der Skatepark ist mittlerweile Anlaufpunkt für die Kinder und Jugendlichen aus dem Township, die USU sei für viele wie eine Ersatzfamilie. Hier gehe es nicht nur ums Skateboarden, sondern auch um die Schaffung eines stabilen sozialen Umfelds, wie es dort nur die wenigsten Kinder und Jugendlichen kennen, berichtet „skate-aid“, die seit 2010 mit der USU zusammenarbeitet.

Renovierung

Eine der ersten Maßnahmen war die Renovierung des Skateparks, um das Verletzungsrisiko zu mindern. Darüber hinaus werde die USU regelmäßig mit neuen Skateboards, Schonern und Helmen versorgt. 2017 konnte durch eine Weihnachtsspenden-Kampagne von „skate-aid“ eine Erweiterung des Skateparks finanziert werden, die 2018 durchgeführt wurde, durch die Installation von Solarlampen ist der Park länger nutzbar. Für 2020 war die nächste Erweiterung des Skateparks um einen „Skull Bowl“ geplant.

Nachdem das Projekt kurz vor dem Start im Frühjahr 2020 wegen der Covid-19- Pandemie abgesagt werden musste, haben jetzt die Baumaßnahmen begonnen. Je nach Wetterlage entsteht in acht bis zwölf Wochen Bauzeit die lang erwartete Erweiterung des Skateparks.

Nach der Fertigstellung können jeden Tag noch mehr pädagogische Skateboard-Workshops realisiert werden. Aktuell führt „skate-aid“ täglich pädagogische Skateboard-Workshops mit bis zu 30 Kindern und am Wochenende mit bis zu 60 Kindern pro Tag durch.

Zur Förderung der internationalen Gesinnung und Toleranz auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens werden zeitnah auch erstmalig Freiwille, die „skate-aid-Volunteers“, zur Unterstützung der Workshops entsandt. „skate-aid“ will damit noch Jugendhilfe, Sportförderung sowie internationalen Austausch fördern und kulturelle Barrieren abbauen.

Für Workshops im Skate-Park und die Entsendung von Freiwilligen werden noch Mittel benötigt. Wer die Arbeit unterstützen möchte: Spendenkonto DE 82 1005 0000 0190 8260 96.

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