Acht Strafanzeigen
20-Jähriger randaliert im Bahnhof

Münster -

Ein 20-jähriger Mann hat laut Bundespolizei am Mittwoch und Donnerstag mehrfach im Hauptbahnhof Münster randaliert. Zudem soll er Fahrräder geklaut und Beamten beleidigt haben. Nun hat die Polizei auf eine Erkrankung des Mannes reagiert.

Donnerstag, 08.04.2021, 16:15 Uhr aktualisiert: 08.04.2021, 16:43 Uhr
Mehrfach musste ein 20-Jähriger gefesselt zur Polizeiwache gebracht werden, weil er aggressiv Beamte angegangen haben soll.
Mehrfach musste ein 20-Jähriger gefesselt zur Polizeiwache gebracht werden, weil er aggressiv Beamte angegangen haben soll.

Ein 20-jähriger Mann aus Nottuln hat am Mittwoch und Donnerstag die Bundespolizei am Hauptbahnhof Münster gleich über mehrere Dienstschichten beschäftigt. Am Mittwochabend soll er durch lautes Schreien und Drohungen gegen Bundespolizisten eine Personenkontrolle in der Haupthalle gestört haben. Einen Mund-Nasen-Schutz habe er dabei nicht getragen. Wegen einer offenen Wunde war er zudem blutverschmiert und widersetzte sich Anordnungen der Bundespolizei.

Da er sich aggressiv verhalten haben soll, wurde er laut Polizei gefesselt, zur Wache und von dort ins Krankenhaus gebracht. Nur wenige Stunden später wurden Bundespolizisten erneut auf den Mann aufmerksam, als sie das Umfallen von Fahrrädern hörten und ihn laut Polizeiangaben auf einem gestohlenen Fahrrad flüchten sahen. Nachdem der Nottulner gestellt und das aufgebrochene Fahrrad sichergestellt war, wurde er nach Eröffnung eines Strafverfahrens wieder entlassen.

Einlieferung in psychiatrische Klinik

Als er am Donnerstagmorgen mit dem Zug nach Hause fahren wollte, rief das Zugpersonal die Bundespolizei zur Hilfe. Der aggressive Mann habe sich demnach geweigert, im Zug einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Auch dieses Mal soll er gegen die Bundespolizei körperlichen Widerstand geleistet haben, weshalb er erneut gefesselt zur Wache gebracht wurde. Ein Atemalkoholtest war nicht möglich.

Aufgrund verschiedener Anzeichen für eine psychische Ausnahmesituation wurde er letztlich in eine psychiatrische Klinik eingeliefert. Innerhalb von weniger als 12 Stunden wurden acht Anzeigen gegen den 20-Jährigen geschrieben, unter anderem wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Diebstahls im besonders schweren Fall, sowie Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz und das Infektionsschutzgesetz.

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