Wohnungen auf Gelände der alten Eissporthalle
Erster Spatenstich für das Leoland

Münster -

Die Eissporthalle in Münster ist schon länger Geschichte. Jetzt entsteht auf dem Gelände etwas Neues: das Leoland. Insgesamt 490 Wohnungen sollen auf dem Gelände entstehen.  [mit Video] 

Mittwoch, 14.04.2021, 18:50 Uhr aktualisiert: 14.04.2021, 19:40 Uhr
Jens Büker vom Investor Ten Brinke (v.l.), Stadtbaurat Robin Denstorff, der Initiator Heijo Bierbaum sowie der Niederlassungsleiter Sven Klagge gaben am Mittwoch den Startschuss für das Leoland.
Jens Büker vom Investor Ten Brinke, Stadtbaurat Robin Denstorff, der Initiator Heijo Bierbaum sowie der Niederlassungsleiter Sven Klagge (kl. Bild, v.l.) gaben am Mittwoch den Startschuss für das Leoland. Foto: Oliver Werner

Was lange währt, wird endlich gut. Nach jahrelanger Vorplanung erfolgte am Mittwoch der erste Spatenstich für das Projekt Leoland an der Steinfurter Straße. Das Bocholter Unternehmen Ten Brinke errichtet auf dem Gelände der früheren Eissporthalle insgesamt 490 Wohnungen, 150 davon werden später als Sozialwohnungen vermietet, so der münsterische Niederlassungsleiter Sven Klagge.

Auf dem 9500 Quadratmeter großen Grundstück entstehen ein Studentenwohnheim und zwei Appartementhäuser mit ergänzenden Büro- und Gewerbefläche im Erdgeschoss – alles bei vier- bis fünfgeschossiger Bauweise. 428 Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und 132 Pkw-Stellplätze gehören weiterhin zu den Eckwerten des Projektes, dessen Investitionsvolumen bei 65 Millionen Euro liegt. Die Bauzeit geben die Projektverantwortlichen mit zwei Jahren an.

Neues Eingangstor und urbanes Wissensquartier

An der Feierstunde nahm auch Stadtbaurat Robin Denstorff teil. Er zeigte sich erfreut darüber, dass Münster mit dem Leoland an der Steinfurter Straße künftig ein neues „Eingangstor“ erhalte. Dank der direkten Nähe der geplanten Studentenappartements zum Leonardo-Campus ergebe sich ein „urbanes Wissensquartier“, das der Stadt gut zu Gesicht stehe.

Die Vorgeschichte des Projektes Leoland reicht zurück bis ins Jahr 2013. Damals wurde publik, dass der Betreiber der Eissporthalle diese wegen anstehender, sehr teurer Investitionen aufgeben wolle. Eine Bürgerinitiative versuchte daraufhin, die Eissporthalle zu retten, was aber misslang.

In der Folgezeit kämpfte das von dem Unternehmer Heijo Bierbaum entwickelte Leoland-Konzept mit weiteren Problemen. Geplant war zunächst, die angrenzende Filiale des Burger-King-Restaurants in das Bauvorhaben einzubinden. Das aber erwies sich als zu schwierig. Der Durchbruch gelang erst, als die Leoland-Planung unter Verzicht auf die Restaurant-Fläche weiter entwickelt wurde.

Burger-King-Areal wird separat entwickelt

Wie Bierbaum am Rande der Feierstunde erklärte, hat er inzwischen das 3600 Quadratmeter große Burger-King-Areal gekauft und wird es separat bebauen. Unten soll das Restaurant samt Parkplatz verbleiben, darüber will Bierbaum Büroflächen und Appartements schaffen („Co-Working und Co-Living“).

Aktuell läuft das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplanes für dieses Grundstück.

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