Digital Impact Night
"Slow Fashion": Nachhaltige Mode zu fairen Bedingungen

Münster -

Um auf Missstände in der Textilindustrie aufmerksam zu machen, findet jährlich in der Woche um den 24. April die Fashion Revolution Week statt. Daran angelehnt veranstalten die FH Münster und der Social Impact e.V. nun zum dritten Mal die Digital Impact Night, bei der in diesem Jahr auch ein Münsteraner sein nachhaltiges Modelabel vorstellt. 

Donnerstag, 15.04.2021, 15:00 Uhr
Digital Impact Night: "Slow Fashion": Nachhaltige Mode zu fairen Bedingungen
Bei der Digital Impact Night am 21. April geht es um nachhaltige Mode: Dabei stellt sich auch das Modelabel Fuxbau vor. Das Bild ist vor der Corona-Pandemie entstanden. Foto: Fuxbau

Anlässlich der internationalen Fashion Revolution Week laden die FH Münster und der Social Impact e.V. Münster zur dritten Ausgabe der Digital Impact Night am Mittwoch (21. April) zwei soziale Unternehmen ein, die sich mit Nachhaltigkeit in der Branche auseinandersetzen, wie die FH mitteilt. Die Vorträge finden per Videokonferenz statt.

Eines der beiden Unternehmen ist ein münsterisches Original: Philipp Spangenberg stellt sein nachhaltiges Modelabel Fuxbau vor. Fuxbau entspringt einer WG aus Münster, deren Bewohnerinnen und Bewohner unter anderem an der FH Münster und der WWU Münster studiert haben. Inzwischen in Hamburg ansässig, vertreibt das Label per Online-Shop nachhaltige, transparente und soziale Mode. „Das Team nimmt die Kunden mit und zeigt etwa die Produktionsstätten, gibt einen Einblick darin, welche Materialien verwendet werden und unterstützt dabei noch gute Projekte“, erklärt Michael Kortenbrede von der TAFH Münster GmbH, der die Digital Impact Night mitorganisiert. „Fuxbau ist ein schönes Bespiel dafür, wie aus einer WG-Küche heraus ein Modelabel entstehen kann, das die eigenen Werte nicht verkauft hat. Ein Paradebeispiel für Slow Fashion.“

Slow Fashion steht für fair und nachhaltig

Mit Slow Fashion meint Kortenbrede saubere, fair produzierte und nachhaltige Mode, bei deren Produktion das Konsumverhalten und die Wertschöpfungskette hinterfragt werden. „Es handelt sich dabei in der Regel um zeitlose Mode von hoher Qualität. Sie ist zwar teurer, dafür aber langlebiger“, erklärt er. 

Für faire Bedingungen in der Branche setzt sich auch das Berliner Unternehmen tip me ein, das Jonathan Funke in seinem Vortrag bei der Digital Impact Night vorstellen wird. Tip me sorgt dafür, dass Kunden in Online-Shops den Produzenten der Mode im globalen Süden ein Trinkgeld zukommen lassen können und sie so trotz Niedriglöhnen für ihre Arbeit angemessen vergütet werden können. „Das Geld geht ohne Umwege direkt an die Arbeiterinnen und Arbeiter“, erklärt Kortenbrede.

Die Digital Impact Night beginnt um 18.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen sind möglich unter fhms.eu/digitalimpact .

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