Inzidenzwerte über 100
Notbremse: Ab Montag gilt Testpflicht in Münster

Die Maske allein reicht nicht mehr aus: Geschäfte, Kultur- und Freizeitangebote dürfen ab Montag (19. April) in Münster nur mit einem tagesaktuell bestätigten negativen Ergebnis eines Schnell- oder Selbsttests besucht bzw. genutzt werden. Das hat die Stadt am Freitagabend mitgeteilt.

Sonntag, 18.04.2021, 11:20 Uhr aktualisiert: 18.04.2021, 11:26 Uhr
Inzidenzwerte über 100: Notbremse: Ab Montag gilt Testpflicht in Münster
Shoppen nur mit negativem Schnelltest: Ab voraussichtlich Montag wird es diese Einschränkung auch in Münster geben. Foto: Jan Hullmann

Ab Montag (19. April) ist ein tagesaktuelles negatives Schnell- oder Selbsttestergebnis Vorraussetzung für das Betreten von Läden, Reisebüros, Museen, Galerien, Bibliotheken oder dem Zoo. Das teilte die Stadt am Freitagabend mit.

Grund ist der Anstieg der Inzidenz, die inzwischen an mehreren Tagen hintereinander über dem Grenzwert 100 lag. Und zwar nicht nur am vergangenen Mittwoch und Donnerstag, sondern bereits am letzten Dienstag. Zu dem damals bekannt gegebenen Wert von 91,3 mussten bislang unbekannte Fälle nachgetragen werden, heißt es. Das überraschte auch den Corona-Krisenstab. Münsters Inzidenz am Freitag lag bei 105,6 .

Neue Allgemeinverfügung für Münster

Für die Stadt Münster musste eine neue Allgemeinverfügung erstellt werden. „Die Stadt wird die Nutzungsmöglichkeiten von Einrichtungen und Geschäften mit negativem Schnelltest zulassen“, sagt Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer.

Für Münster greift die Corona-Notbremse des Landes. Das NRW-Gesundheitsministerium bestätigte am Freitagabend die festgelegten Einschränkungen ab kommenden Montag. Im Stadtgebiet sind 170 Teststellen und 17 mobile Testzentren für kostenfreie Bürgertestungen eingerichtet.

Neben dem Testen wird das Impfen, je nach verfügbarem Impfstoff, vorangetrieben. Das Impfzentrum impft aktuell 2000 Menschen am Tag, möglich wären 2500, sagt Heuer. „Ich gehe davon aus, dass zeitnah deutlich mehr Impfstoff zugeteilt wird.“ Damit würde die Zahl der Impfungen sowohl im Impfzentrum als auch in den hausärztlichen Praxen steigen. „Es ist klar, dass das auch bitter notwendig ist“, sagt Heuer.

Auch wenn die Inzidenz (wie am Sonntag) unter die Marke von 100 fällt, wird die Notbremse nicht direkt gelockert. Laut der aktuellen Corona-Schutzverordnung in NRW sind für eine Aufhebung der Regelung mindestens sieben Tage mit einer Sieben-Tages-Inzidenz unter 100 und eine stabile Tendenz erforderlich.

Mehr als 80 500 Münsteraner geimpft

Die Stadt rechnet damit, dass Ende April 100 000 Münsteranerinnen und Münsteraner geimpft sein werden. Aktuell sind es mehr als 80 500, was eine Quote von 25 Prozent ausmacht. 10 700 sind bislang in Arztpraxen geimpft worden. „Auch wenn uns augenblicklich die britische Virusvariante gehörig zusetzt, sind die Erfolge des Impfens jetzt schon klar erkennbar: Der Schutz besonderer Risikogruppen, allen voran der alten Menschen, funktioniert bereits“, sagt Heuer.

Im Zusammenhang mit Covid-19 ist am Freitag der 109. Todesfall mitgeteilt worden. Der Mann war 55 Jahre alt.

Im gesamten Stadtgebiet sind mehr als 170 Teststellen und 17 mobile Testzentren für kostenfreie Bürgertestungen eingerichtet. Die Stadt Münster hat dazu eine übersichtliche und nach Postleitzahl sortierte Liste wie eine interaktive, dauerhaft aktualisierte Karte erstellt.

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