Pilotfolge von Webserie Crimeboy abgedreht
Dreh zwischen Lockdown und Lockerung

Münster -

Die Pilotfolge ist abgedreht: Die münsterische Webserie Crimeboy steht in den Startlöchern. Mit dem Auftakt sollen jetzt „Klinken geputzt“ werden, um die Fortführung der Serie zu finanzieren.

Montag, 19.04.2021, 08:00 Uhr
Letzte Aufnahmen in der Kreuzkirche für die Pilotfolge der Webserie „CrimeBoy“.
Letzte Aufnahmen in der Kreuzkirche für die Pilotfolge der Webserie „CrimeBoy“. Foto: Simon Büchting

Sechs Drehtage, verteilt über mehrere Monate zwischen Lockdown und Lockerungen: Mit den letzten Aufnahmen auf dem Prinzipalmarkt ist die Pilotfolge für die münsterische Webserie Crimeboy endgültig abgedreht. Eine Pilotfolge sei die erste Episode einer Serienstaffel, mit der die Produzenten dann bei Vertriebsplattformen „Klinken putzen“ gehen, erklärt Produzent Simon Jöcker. Sein Ziel ist es, mit dieser ersten „Kostprobe“ einen Kooperationspartner zu finden, der dann die Produktion der gesamten Staffel finanziert.

„Deswegen beginnt mit Drehschluss eigentlich nur ein neues Kapitel im Prozess von der Idee zur Serie“, sagt Jöcker. Für den Schnitt des bisher durch Crowdfunding finanzierten und vom Filmservice Münsterland unterstützen Projektes hat er sich extra drei Wochen Urlaub genommen. „Ich dachte erst, ich könnte das in Feierabend- und Wochenendarbeit machen. Aber zehn Stunden Material, die auf 20 Minuten runtergedampft werden müssen, brauchen meine volle Aufmerksamkeit.“

Von Netflix bis Youtube ist alles möglich

Als nächstes plant Jöcker eine Team-Premiere der Pilotfolge – als Geste an die vielen Helferinnen und Helfer, die kostenlos an dem Projekt mitgearbeitet haben. „Idealerweise machen wir das in einem kleinen Kino“, träumt der Filmemacher. Danach will er sich um den Vertrieb kümmern.

Von öffentlich-rechtlichen Plattformen über Netflix bis hin zur Selbstvermarktung auf Youtube sei alles denkbar. Jöcker hat zehn Jahre beim Fernsehen gearbeitet und weiß: „Es gibt dafür keinen richtigen Weg, weil das Genre der Webserie ganz neu ist und Strukturen dafür erst noch geschaffen werden müssen.“ Somit ist der Münsteraner vielleicht ein Kind der ersten Stunde mit seinem Krimi-Format, das sich hauptsächlich an jüngere Leute richtet: Es geht um einen erfolglosen Gaming-Blogger, der in einen Mordfall verwickelt wird.

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