Ausstellung im Naturkundemuseum
Tierisch individuell im LWL-Museum

Münster -

Eine Ausstellung im Naturkundemuseum, die am Dienstag zum ersten Mal ihre Pforten öffnet, zeigt die Individualität von Tieren, die vom menschlichen Auge im Alltag häufig unerkannt bleibt.

Montag, 19.04.2021, 09:00 Uhr
Wie Tiere mit ihrer Umwelt umgehen erfahren die Museumsgäste in der neuen Ausstellung "Tierisch individuell".
Wie Tiere mit ihrer Umwelt umgehen erfahren die Museumsgäste in der neuen Ausstellung "Tierisch individuell". Foto: Illustration: Maximilian Weihs

Alle Möwen am Aasee sind gleich? Nicht unbedingt. Auch im Tierreich unterscheiden sich Individuen. Und ihre Reaktionen auf Umweltbedingungen sind deshalb oft verschieden. Besucher im LWL-Museum für Naturkunde des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) an der Sentruper Straße können ab Dienstag (20. April) in der neuen Sonderausstellung „Tierisch Individuell“ herausfinden, welche Umwelt Tiere wählen, wie sie sich an die Umwelt anpassen und diese zum eigenen Vorteil verändern.

Das Besondere an der Ausstellung des Sonderforschungsbereichs Transregio 212 der Universität Bielefeld, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster: Es werden nicht nur Unterschiede zwischen Tierarten, sondern zwischen Individuen einer Art untersucht, heißt es in einer Ankündigung des LWL.

Wissenschaft für alle erlebbar machen

In der kleinen Sonderausstellung begleiten die Museumsgäste auf 100 Quadratmetern die Wissenschaftler bei ihrer Arbeit. An echten Forschungsprojekten zeigt das Museum, wie Individuen verschiedener Tierarten mit ihrer Umwelt umgehen. „Ich freue mich, dass wir hier Grundlagenforschung leicht verständlich für alle erklären können“, sagt Dr. Jan Ole Kriegs, Direktor des LWL-Museums für Naturkunde.

Wie die Ausstellung zustande kam, beschreibt Ruth Jakobs von der Universität Bielefeld: „Um die Forschung mit der Öffentlichkeit zu teilen, haben wir seit 2019 eine Museumsausstellung erstellt. So soll auch diese Wissenschaft für alle erlebbar werden. Gerade in der heutigen Zeit stellt man immer wieder fest, wie wichtig es ist, Forschung richtig zu kommunizieren“, so Jakobs. Die Ausstellung sei dafür eine ideale Gelegenheit.

Museumsgäste können aktiv werden

„Die Museumsgäste können in der neuen Schau aktiv mitmachen“, erläutert Kuratorin Lisa Klepfer. An einer Hörstation präsentieren Zebrafinken den Ohren der Gäste ihre individuellen Gesangsmuster, für das Spiel über die individuellen Unterschiede von Feuersalamandern sind gute Augen gefragt, und wer möchte, kann durch ein Fernglas Bussarde dabei beobachten, wie sie das elterliche Revier verlassen. Zudem kann das Verhaltensmuster von Meerschweinchen beobachtet werden.

Die Nutzung der Mitmach-Stationen ist allerdings von der tagesaktuellen Corona-Schutzverordnung abhängig. Coronabedingt kann es zur Veränderung der Öffnungszeiten oder Schließung des LWL-Museums kommen. Das Museum bittet alle Museumsgäste, sich vorab über die Sozialen Medien und die Homepage des LWL-Museums zu informieren.

Öffnungszeiten sind dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt, Erwachsene zahlen 7,50 Euro. Ein Einlass ist nach vorheriger Anmeldung und Buchung einer Eintrittskarte sowie eines Zeitfensters möglich. Anmeldung unter https://shop.ticketpay.de/organizer/E2LIXM7E/calendar.

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