Buddelaktionen und die Folgen
Stadt informiert über Gefahren auf Spielplätzen

Münster -

Im Sand zu buddeln gehört für viele zum Spielplatzbesuch dazu. Doch aus Sicht der Stadt ist das nicht immer eine Freude. Die Verwaltung weist jetzt darauf hin, dass die gebuddelten Gruben auch zur Gefahr werden können.

Dienstag, 20.04.2021, 16:00 Uhr
Buddelaktionen und die Folgen: Stadt informiert über Gefahren auf Spielplätzen
In den vergangenen Monaten sind den Mitarbeitenden des Grünflächenamtes bei der wöchentlichen Spielplatz-Pflege häufiger tiefe Gruben in den Sandflächen aufgefallen. Diese können für spielende Kinder gefährlich werden. Foto: Stadt Münster

Nach Herzenslust buddeln im Sand – dafür bieten Münsters Spielplätze viele Gelegenheiten. "Der Drang einiger Baumeisterinnen und Baumeister, dabei besonders tief zu graben, hat allerdings auch eine Kehrseite", wie die Stadt jetzt in einer Pressemitteilung schreibt. Denn: Der Sand auf öffentlichen Spielplätzen sei nicht nur zum Vergnügen da. Er mindere vielmehr auch die Verletzungsgefahr bei Sprüngen und Stürzen und umschließe die Fundamente von Spielgeräten. "Damit diese wichtigen Funktionen erhalten bleiben, ebnen Mitarbeitende der Stadt oder beauftragter Firmen die Sandflächen bei der wöchentlichen Spielplatz-Pflege immer wieder mit Schaufel und Harke ein", so die Stadt.

Auf mehreren Spielplätzen in verschiedenen Stadtteilen seien die Buddelaktionen in den vergangenen Monaten allerdings so massiv gewesen, dass Bagger eingesetzt werden mussten, um die tiefen Löcher und Gräben verschwinden zu lassen und den Sand gleichmäßig verteilen zu können. "Außerdem mussten Spielgeräte mit untergrabenen Fundamenten wieder standsicher gemacht werden", teilt die Stadt mit. Für diese Einsätze sei es notwendig gewesen, die Flächen zeitweise zu sperren.

Gruben können zur Gefahr werden

Das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit nimmt diese Erfahrungen zum Anlass, vor allzu "tiefschürfenden" Spielplatz-Aktivitäten zu warnen. Eltern und andere Begleitpersonen sollten dafür sorgen, dass tiefe Gruben nach dem Spiel wieder aufgefüllt würden. Im schlimmsten Fall, so die Fachleute, könnten diese ansonsten einbrechen und zur Gefahr auch für andere Kinder werden. Sie verweisen auf Unfälle, die es in anderen Städten oder an den Stränden von Nord- und Ostsee gegeben hat.

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