Hauptangeklagter im Missbrauchsfall schürfte Bitcoins
Adrian V. hat Strom für 100.000 Euro abgezapft

Münster -

Wegen schwerster Missbrauchstaten steht der Münsteraner Adrian V. seit Monaten vor dem Landgericht. Vor seiner Verhaftung versuchte er, Bitcoins zu schürfen – mit Unmengen an illegal abgezapftem Strom. Das kommt ihn jetzt teuer zu stehen. Von Dirk Anger
Donnerstag, 22.04.2021, 13:40 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 22.04.2021, 13:40 Uhr
Adrian V. auf dem Weg zur Anklagebank
Adrian V. auf dem Weg zur Anklagebank Foto: Dirk Anger
Gemessen an den Abscheulichkeiten, die dem Münsteraner Adrian V. und seinem Kinderschänder-Netzwerk vor dem hiesigen Landgericht vorgeworfen werden, nimmt sich ein anderer Teil seines kriminellen Lebens geradezu banal aus. Ungeachtet der Tatsache, dass der entstandene materielle Schaden, den der aktuell wegen schweren sexuellen Missbrauchs an Kindern angeklagte 27-Jährige damit angerichtet hat, beträchtlich ist. Rund 100.000 Euro muss Adrian V. nämlich an die Stadtwerke Münster zahlen, weil er dem Unternehmen Strom geklaut hat. Entsprechende Recherchen unserer Zeitung bestätigte das städtische Versorgungsunternehmen auf Nachfrage. Das Strafrecht spricht in diesem Fall von Entziehung elektrischer Energie, der Volksmund von Stromdiebstahl.
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