Verunsicherte Verbraucher
Lebensmittelversorgung ohne Corona-Schnelltest

Münster -

Die Corona-Vorschriften ändern sich ständig. Viele Menschen blicken in Sachen Schnelltest vor dem Einkauf nicht mehr durch. Diese Erfahrung machen in diesen Tagen Mitarbeiter in Bäckereien. 

Freitag, 23.04.2021, 11:00 Uhr
Verunsicherte Verbraucher: Lebensmittelversorgung ohne Corona-Schnelltest
Für den Besuch in vielen Geschäften ist ein negativer Corona-Test notwendig. Foto: dpa (Symbolbild)

Die Vorlage von negativen Coronatests, die ab einer Inzidenz von 100 für den Einkauf mit Termin in Läden des Einzelhandels gilt, hat offensichtlich viele Verbraucher verunsichert.

Vor der Bäckerei-Theke komme es in dieser Woche immer wieder vor, dass Kunden unaufgefordert ihren negativen Coronatest vorzeigen oder bereits an der Türschwelle fragen, ob sie überhaupt eintreten dürfen, berichtet Konstanze Hanke von der Bäckerei Tollkötter, die in Münster acht Filialen, vor allem in der Innenstadt, betreibt. Hanke: „Dabei gehören wir zu den Lebensmittelversorgern, für die nach wie vor andere Regeln gelten.“ Das heißt: Unter Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln dürfen Verbraucher ohne Termin und negativem Coronatest auch weiterhin in Lebensmittelmärkten, Bäckereien oder Metzgereien einkaufen.

Mit Abstand an die Bäckerei-Theke

Aber auch bei den Grundversorgern sind die Unternehmer angesichts der sich ständig verändernden rechtlichen Vorgaben „permanent in Habacht-Stellung“, wie Georg Krimphove bestätigt, dessen Bäckereibetrieb in Münster 20 Filialen betreibt. So werde im Abgleich mit den detaillierten Empfehlungen des Landesinnungsverbandes ständig überprüft, ob alle Vorgaben penibel eingehalten werden. Beispielsweise der Abstand von 1,50 Meter zwischen dem Kunden und der Mitarbeitenden hinter der Theke. Krimphove: „Bei schmaleren Theken weisen beispielsweise Fußabdrücke auf dem Boden auf die Abstandseinhaltung hin.“

Zudem stelle man den 220 Beschäftigten Corona-Schnelltests für zwei Testungen pro Woche zur Verfügung. „Gut investiertes Geld für die Sicherheit von Mitarbeitern und Kunden“, meint Krimphove, der dringend auf eine Priorisierung von Mitarbeitern der Lebensmittelversorger bei der Impfung durch Betriebsärzte hofft. „Schließlich hat eine unserer Mitarbeiterinnen rund 150 Kunden am Tag.“ Und Homeoffice in der Backstube sei wohl schlecht möglich.

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