Corona-Notbremse
FFP2-Maske wird in Bussen in Münster Pflicht

Münster -

Strengere Corona-Regeln: Ab Samstag (24. April) gilt auch in Münster die Corona-Notbremse. Das führt in vielen Bereichen zu Veränderungen - auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Freitag, 23.04.2021, 10:20 Uhr aktualisiert: 23.04.2021, 12:29 Uhr
Corona-Notbremse: FFP2-Maske wird in Bussen in Münster Pflicht
In Bussen müssen künftig FFP2-Masken getragen werden. Foto: dpa (Symbolbild)

Die bundeseinheitlichen Regeln bei anhaltender Sieben-Tage-Inzidenz über 100 haben auch Einfluss auf die Regelungen in öffentlichen Verkehrsmitteln. Am bedeutsamsten: Fahrgäste müssen beim Greifen der „Corona-Notbremse“ an den Haltestellen und in den Fahrzeugen FFP2- oder vergleichbare Masken tragen.

Die bisher ebenfalls zulässigen medizinischen oder OP-Masken sind dann für Fahrgäste nicht mehr erlaubt. Darauf haben die Stadtwerke Münster in einer Pressemitteilung hingewiesen. Solange die Fahrerinnen und Fahrer hinter dem Steuer nicht in direkten Kontakt mit anderen Personen kommen, müssen sie wie schon bisher keine Maske tragen, dürfen dies aber. Ab Samstag wird auch in Münster die Corona-Notbremse greifen.

Weniger Fahrgäste in den Bussen

Das Infektionsschutzgesetz enthalte zudem den Passus, dass die Verkehrsunternehmen anstreben sollen, in den Fahrzeugen nur noch die Hälfte der regulär zulässigen Fahrgäste zu befördern. "Bereits seit Beginn der Pandemie überwachen die Stadtwerke die Besetzung in ihren Bussen engmaschig und setzen bei Bedarf zusätzliche Fahrzeuge ein", heißt es weiter. Auch Maßnahmen wie die Staffelung der Schul-Anfangszeiten helfen dabei, diese Anforderung des neuen Gesetzes zu erfüllen.

Trotz der deutlich niedrigeren Fahrgastzahlen bieten die Stadtwerke weiterhin das gesamte Fahrplanangebot an, das insbesondere im Berufsverkehr auch viele Verstärker- und Schulbusse umfasse. Lediglich im Nachtbus-Angebot gebe es aktuell Einschränkungen: Die letzte Abfahrt der Nachtbusse am Hauptbahnhof findet um 23 Uhr statt. Im Loop-Münster müsse die Fahrgastzahl von aktuell vier auf drei pro Fahrzeug reduziert werden – zugelassen sind in den Kleinbussen eigentlich sechs Fahrgäste.

Studien: Sicher unterwegs - auch in der Pandemie

Für die Verkehrsbetriebe bundesweit bedeute diese Situation hohe Kosten bei deutlich geringeren Einnahmen. Daher sind sie nach Angaben der Stadtwerke für das Jahr 2021 auf einen Rettungsschirm angewiesen, der diese Belastungen teilweise auffängt, um während und nach der Pandemie weiterhin nachhaltig und zuverlässig klimafreundliche Mobilität anbieten zu können.

Dass die öffentlichen Verkehrsmittel sicher sind, zeigen laut der Mitteilung verschiedene Studien aus Deutschland und Europa. Zuletzt haben TU Berlin und Charité nachgewiesen, dass sich in Bussen und Bahnen nur geringe Aerosolkonzentrationen finden, wenn – wie auch in Münster praktiziert – die Türen regelmäßig an den Haltestellen zum Lüften geöffnet werden.

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