DGB plant Präsenzdemos mit Livestream
Kundgebung zum Tag der Arbeit am 1. Mai

Münster -

2020 ist die traditionelle 1. Mai-Kundgebung des DGB in Münster ausgefallen, in diesem Jahr soll sie stattfinden – allerdings deutlich kleiner als sonst. Das Augenmerk liegt in diesem Jahr besonders auf einem Thema.

Freitag, 23.04.2021, 17:00 Uhr aktualisiert: 23.04.2021, 17:06 Uhr
Bei der 1. Mai-Kundgebung 2018 standen die Demonstranten noch dicht an dicht. So soll es in diesem Jahr nicht sein. Auf eine Präsenzveranstaltung will der DGB dennoch nicht verzichten.
Bei der 1. Mai-Kundgebung 2018 standen die Demonstranten noch dicht an dicht. So soll es in diesem Jahr nicht sein. Auf eine Präsenzveranstaltung will der DGB dennoch nicht verzichten. Foto: Maria Conlan

 Nach der Absage im vergangenen Jahr will der Deutsche Gewerkschafts-Bund (DGB) Münster in diesem Jahr an seiner traditionellen Kundgebung zum Tag der Arbeit am 1. Mai festhalten. „Wir wollen denen, die demonstrieren möchten, einen Raum dafür geben“, erläutert Anne Sandner vom DGB Münsterland. Als großen Aufruf zur Teilnahme an der Kundgebung um 12 Uhr auf der Stubengasse – die zudem via Facebook gestreamt wird – will der DGB das nicht verstehen. „Es geht in diesem Jahr um Präsenz statt um Masse“, so Sandner. Zudem werde streng auf Hygienemaßnahmen geachtet. Sandner: „Wer ohne Maske da ist, wird der Versammlung verwiesen.“

 Zuvor, um 11 Uhr, werden zwei Demonstrationszüge am Servatiiplatz Richtung Innenstadt starten, einer davon als Fahrraddemo. Für beide werden laut Carsten Peters, stellvertretender Vorsitzender des DGB-Stadtverbandes, rund 30 Teilnehmer erwartet, „zur anschließenden Kundgebung werden wohl ein paar mehr kommen“.

Augenmerk liegt auch auf der Pandemie

Neben klassischen Gewerkschaftsthemen wie Mindestlohn soll thematisch ein besonderes Augenmerk auf jenen Branchen liegen, die stark von der Pandemie betroffen sind. So wird ein Vertreter der Gewerkschaft Nahrung und Genuss (NGG) eine Rede halten, zudem werden Themen wie Home­office und die Folgen der Kurzarbeit angesprochen. Außerdem wird, wie die Vorsitzende des Integrationsrates, Maria A. Salinas, betont, die Situation von Migranten in den Blick genommen. „Wir merken, dass auch viele Migranten mit abgeschlossener Ausbildung oder Studium Probleme haben, eine Arbeit zu bekommen.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7932351?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker