Land erhöht Zuwendungen: OGS der St.-Georg-Grundschule rechnet monatlich mit vier Euro pro Kind
Der warme Regen tröpfelt nur

Saerbeck -

Das NRW-Schulministerium hatte Mitte Januar angekündigt, seine Fördersätze für Offene Ganztagsgrundschulen zum 1. Februar und 1. August um jeweils 1,5 Prozent und ab 2016 jährlich um 1,5 Prozent anzuheben. Landesweit wären das im laufenden Jahr 6,6 Millionen Euro mehr oder insgesamt 357 Millionen Euro. Und wa kommt dabei für Saerbeck heraus?

Mittwoch, 04.02.2015, 20:20 Uhr aktualisiert: 05.02.2015, 16:52 Uhr
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O-G-S: D Foto: Alfred Riese

Ist es ein warmer Geldregen, den die Landesregierung auf die Offenen Ganztagsgrundschulen (OGS) niedergehen lässt? Eher nicht. „Ein Tropfen auf den heißen Stein“, nennt Melanie Mersmann , Leiterin der OGS an der St.-Georg-Grundschule, die voraussichtlich monatlich vier Euro pro Kind, die sie in diesem Jahr wohl mehr im Etat haben wird. „Das fängt nicht einmal die steigenden Kosten zum Beispiel für Gehälter auf“, sagt sie. Dass „endlich“ die Landeszuschüsse erhöht werden, findet sie aber gut.

Das NRW-Schulministerium hatte Mitte Januar angekündigt, seine Fördersätze für Offene Ganztagsgrundschulen zum 1. Februar und 1. August um jeweils 1,5 Prozent und ab 2016 jährlich um 1,5 Prozent anzuheben. Landesweit wären das im laufenden Jahr 6,6 Millionen Euro mehr oder insgesamt 357 Millionen Euro.

In Saerbeck werden aktuell 86 Erst- bis Viertklässler nach Unterrichtsende bis 15 oder 16.30 Uhr in der OGS betreut. Tendenz: wieder steigend. Dazu kommen zurzeit 40 Kinder in der Kurzbetreuung bis 13.25 Uhr.

Für den Saerbecker Gemeindehaushalt stellt sich die Gesamtrechnung für OGS und Kurzbetreuung laut Entwurf für 2015 folgendermaßen dar: Die evangelische Jugendhilfe als Träger bekommt pro Kind Pauschalen überwiesen, insgesamt 273 400 Euro. Den größten Teil davon, knapp 100 000 Euro, zahlen die Eltern über Beiträge. Dann kommt die Gemeinde mit einem Zuschuss von 94 200 Euro. Die Landeszuwendungen stehen mit 79 500 Euro an letzter Stelle der Finanzierungsanteile. Die angekündigten Erhöhungen für das laufende Jahr summieren sich nach Rechnung dieser Zeitung auf knapp 1700 Euro. Laut Schulministerium haben kommunale Spitzenverbände zugesagt, dass die Städte und Gemeinde ihren Eigenanteil um dieselben Sätze anheben.

Melanie Mersmann rechnet nach Rücksprache mit Gemeindekämmerer Guido Attermeier ab Februar mit monatlich vier Euro mehr pro Kind, bei Förderkindern mit sieben. Dafür müssten allerdings erst die Gemeinde und die Jugendhilfe ihren Betreuungsvertrag ändern und der Rat zustimmen. „Wir haben bisher sehr konstruktiv mit der Jugendhilfe zusammengearbeitet und werden auch jetzt zu einem guten Ergebnis kommen“, sagt Attermeier.

Mersmann sieht die OGS in Saerbeck, insbesondere wegen des finanziellen Engagements der Gemeinde, „sehr gut aufgestellt“. „Gut ausgestattete Räume, ausschließlich Fachpersonal, bei den Anmeldungen zu Schuljahresbeginn eine Platzgarantie – anderswo sieht es ganz anders aus“, sagte sie. Man merke, wie viel den Kommunen die Ganztagsbetreuung wert sei.

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