Do., 27.04.2017

Bauausschuss regt große Lösung an 2018 wird die Buckelpiste platt gemacht

Die Steine des Anstoßes: Seit nunmehr zehn Jahren suchen Saerbecks Entscheider nach einer Lösung für die Sanierung der Buckerlpiste am Kirchplatz.

Die Steine des Anstoßes: Seit nunmehr zehn Jahren suchen Saerbecks Entscheider nach einer Lösung für die Sanierung der Buckerlpiste am Kirchplatz. Foto: Alfred Riese

Saerbeck - 

Dieses Jubiläum wird ganz sicher nicht gefeiert: Seit nachweisbar zehn Jahren suchen die Saerbecker nach einer bezahlbaren Lösung für die Sanierung der ungeliebten Buckelpiste am Kirchplatz. Jetzt, so scheint es, hat die Verwaltung sie gefunden. Bauamtsmitarbeiter Nico Menebröcker stellte sie am Mittwoch im Bauausschuss vor und erklärte den Politikern auch, wie der letzte Stolperstein dorthin aus dem Weg geräumt werden soll.

IKEK heißt der dicke Brocken und hat, wen wundert’s, mit viel Geld zu tun: Will die Gemeinde, und natürlich will sie, eine 65-prozentige Förderquote, muss sie zunächst ein IKEK, Integriertes kommunales Entwicklungskonzept, erstellen. Tut sie das nicht, fällt die Förderung mit nur 45 Prozent erheblich geringer aus. Denn es geht bei der Maßnahme um weit mehr als die 250 000 Euro, die vor zehn Jahren noch errechnet wurden.

Immerhin stehen für die Maßnahme schon insgesamt 180 000 Euro im Haushalt bereit; 50 000 Euro aber kostet das IKEK, und dafür gibt es keine Fördergelder.

So weit im Groben das finanzielle, jetzt das inhaltliche und zeitliche Korsett: Wenn wir schon mal dabei sind, die Buckelpiste zu überplanen, sagen sich die Ausschussmitglieder, warum nehmen wir nicht gleich den Dorfplatz und die Straße bis zur Marktstraße mit in den Blick? Sie wollen und werden, obgleich damit noch längst nicht entschieden ist, ob diese große Lösung auch tatsächlich kommt. Die Buckelpiste jedoch wird 2018 platt gemacht, rechnete der Bürgermeister vor: Schneller geht es nicht, weil die Arbeit am IKEK mindestens ein halbes Jahr brauchen wird. Roos wörtlich: „Dann können wir den Förderantrag für die Maßnahme frühesten am 1. April 2018 stellen.“

Noch nicht endgültig entschieden, aber doch wahrscheinlich ist die bittere Einsicht, dass die großen Bäume dort weg müssen. Überhaupt sind nur noch vier Bäume überlebensfähig und trotz bemerkenswert großer Altholzanteile immerhin noch so kräftig, dass ihre Wurzeln die Kanalrohre attackieren und an einigen Stellen schon durchlöchert haben.



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