Japanische Botschaft übersetzt Fachvortrag von Bürgermeister Wilfried Roos in die Landesprache
Big in Japan

Saerbeck -

In den nächsten Monaten besucht erneut eine Delegation aus Japan Saerbeck, kündigte der Bürgermeister an. Auch ihr wird Roos Auszüge seines Vortrags halten (der in Gänze gut zwei Stunden dauert). Da die Japaner mit Deutsch zumeist nichts anfangen können und sich auch mit Englisch schwertun, hat die japanische Botschaft in Berlin jetzt die Initiative ergriffen und den kompletten Vortrag in die Landessprache übersetzt.

Donnerstag, 11.05.2017, 22:39 Uhr aktualisiert: 12.05.2017, 15:30 Uhr

Nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima wurden bis Anfang Mai 2012 und ab September 2013 alle 17 japanischen Atomkraftwerke heruntergefahren, was praktisch einem Atomausstieg gleichkam. Insgesamt waren bis vor der Katastrophe 54 Reaktoren in den 17 Atomkraftwerken in Betrieb; und ein weiteres, „Shiman 3“ ist noch im Bau, wird aber womöglich nie den Betrieb aufnehmen.

Vor diesem Hintergrund ist es gar nicht mehr verwunderlich, dass die Japaner sich weltweit auf die Suche nach Alternativen gemacht haben – und schließlich in Saerbeck fanden, was sie suchten. Und dass die Japaner, vor allem aus der Region um Fukushima, ernsthaft an einer technologischen Zusammenarbeit mit der Klimakommune interessiert sind, zeigen ihre häufigen Besuche, zuletzt zum „Enerprax“-Start im Bioenergiepark. Besonders begrüßte der Bürgermeister mit Kotaro Kawamata einen Vertreter der japanischen Botschaft.

Auch Saerbeck will die engen Kontakte nach Japan nutzen, um bei der Speichertechnologie den Austausch zu pflegen. In den nächsten Monaten besucht erneut eine Delegation aus Japan Saerbeck, kündigte der Bürgermeister an. Auch ihr wird Roos Auszüge seines Vortrags halten (der in Gänze gut zwei Stunden dauert). Da die Japaner mit Deutsch zumeist nichts anfangen können und sich auch mit Englisch schwertun, hat die japanische Botschaft in Berlin jetzt die Initiative ergriffen und den kompletten Vortrag in die Landessprache übersetzt – nicht nur, damit Besucher in Saerbeck es leichter haben mit dem Fachvokabular. „Wir haben ihnen auch die Erlaubnis gegeben, den Vortrag in Japan zu halten oder zu verteilen“, sagt Wilfried Roos. Eigentlich eine selbstverständliche Geste, schließlich hat Saerbeck für die Übersetzungsarbeit keinen Cent gezahlt.

Und wenn es gut läuft, dann trägt der Vortrag sicher dazu bei, dass Japan nicht wieder zur Atomenergie zurückkehrt.

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