Schulhof-Trend
Saerbecker Firma vertreibt bis zu 50.000 Fidget Spinner pro Tag

Saerbeck -

Wer jemals zur Schule gegangen ist, kennt das: Aus kaum erklärbaren Gründen entsteht ein Hype um das neue Ding, das jeder haben muss! Jetzt! Sofort! Aktuellstes Beispiel: Fidget Spinner. Das Trendspielzeug ist fast überall ausverkauft. Einer der Profiteure des Booms kommt aus Saerbeck.

Montag, 29.05.2017, 12:32 Uhr aktualisiert: 29.05.2017, 12:46 Uhr
Der Zappel-Propeller ist fast überall ausverkauft, auch in Saerbeck bei ak tronic brummt der Boom, über den sich auch Charlene Niemeier freut: 50 000 Stück verlassen täglich das Lager in Saerbeck.
Der Zappel-Propeller ist fast überall ausverkauft, auch in Saerbeck bei ak tronic brummt der Boom. Foto: dpa

Wer jemals zur Schule gegangen ist, kennt das: Wer cool war, hatte einen pinken Quietschevogel oder grünen Schleim, einen Zauberwürfel, ein Pokémon, ein Äffchen mit Nuckeldaumen oder – allerdings sehr viel früher – einen Hula-Hoop-Reifen. Aber so ist das nun mal auf dem Schulhof: Da gibt es wieder so ein megatolles Ding, von dem keiner so recht weiß, wo es herkommt, aber eines steht sofort fest: Das muss ich haben! Jetzt! Sofort!

Fidget Spinner heißt das Ding , das aussieht wie eine Kreuzung aus Propeller, Ninja-Wurfstein und Ersatzteil aus der Eisenwarenabteilung des Baumarkts. Einmal kurz angestups, dreht sich der Propeller irre schnell, zeigt Muster, blitzt auf oder leuchtet – je nach Modell, dass zwischen fünf und zehn Euro kostet – im Dunkeln.

Fast überall ausverkauft

„Fidget“ heißt auf Deutsch „Zappelphilipp“, und der Fidget Spinner soll angeblich das ideale Spielzeug sein, um Stress und Nervosität abzubauen, ja manche sehen das simple Gerät auch als therapeutische Hilfe für ADHS-oder Autismuspatienten; wissenschaftlich bewiesen ist das aber nicht.

Wie und was auch immer, in Deutschland ist der Spinner überall ausverkauft. Fast überall, denn die Saerbecker ak tronic Software & Services GmbH hat den Mega-Trend wohl als erste erkannt und in China gleich Lastwagenladungen bestellt.

„Bis zu 50.000 Spinner verlassen täglich unsere Lager“

„Ak tronic“, erklärt Geschäftsführer Andre Schroer den Erfolg um den Hype, „ist einer der wenigen Lieferanten, der die Märkte Deutschland und Österreich mit dem Trendspielzeug versorgen kann. Bis zu 50.000 Spinner verlassen täglich unsere Lager.“ Dieses Pensum sei nur durch Sonderschichten und viele helfende Hände aller Mitarbeiter zu schaffen.

Hinter den Fidget Spinners steht übrigens kein großer Spielehersteller. Niemand weiß, wie und wo genau der Hype begann. Erfunden haben soll die Mini-Drehscheibe aber schon in den 80er Jahren die Amerikanerin Catherine Hettinger. Wie auch immer, derzeit geht der Spinner-Hype durch die Decke – was nicht nur die Saerbecker ak tronicer freut.

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Ab Montag, 29. Mai, beginnt ein Spinner-Werksverkauf bei ak tronic, am Eingang der Verwaltung (täglich von 15 bis 17 Uhr)

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