Dieter Ruhe kritisiert „fehlerhafte Darstellung des Nabu“ / Gisbert Lütke bietet Kompromiss an
Windmüller legen Beschwerde gegen Baustopp ein

Saerbeck -

Auch nach dem gerichtlich verfügten Baustopp klappen die Windmüller das Buch noch nicht zu. „Wir werden beim Oberverwaltungsgericht Beschwerde einlegen“, kündigte Windpool-Geschäftsführer Dieter Ruhe gestern an. Und Nabu-Geschäftsführer Gisbert Lütke öffnete einen, zumindest für die Naturschützer gangbaren Ausweg: „Zwei oder drei Windräder an besonders sensible Stellen weniger könnten zu einem Kompromiss führen.“

Freitag, 09.06.2017, 22:39 Uhr

Auch nach dem gerichtlich verfügten Baustopp klappen die Windmüller das Buch noch nicht zu. „Wir werden beim Oberverwaltungsgericht Beschwerde einlegen“, kündigte Windpool-Geschäftsführer Dieter Ruhe gestern an. Und Nabu-Geschäftsführer Gisbert Lütke öffnete einen, zumindest für die Naturschützer gangbaren Ausweg: „Zwei oder drei Windräder an besonders sensible Stellen weniger könnten zu einem Kompromiss führen.“ Natürlich nur unter der Maßgabe, dass bei den „unzureichenden Maßnahmen“ zur Minimierung des Tötungsrisikos und die geforderten Ausgleichsflächen zureichend nachgebessert wird.

Aber beim ersten Punkt, Halbierung des Projekts, stehen sich Ökologie und Ökonomie offenbar im Weg.

Der Dritte im Bunde, Bürgermeister Roos und seine Fachleute, zeigt nach Steinfurt; schließlich sei die Baugenehmigung dort erteilt worden. Dennoch wird sich der Bürgermeister fragen, ob es sinnvoll war, die Ampelkarte aus dem Spiel zu nehmen.

Wie auch immer, die erste Aufgeregtheit auf allen Seiten wird sich bald legen, so dass in Ruhe darüber nachgedacht und gesprochen werden kann, wie das nächste Kapitel des Buches aussehen könnte. Die Windmüller wollen ihre Stellung bereits am kommenden Montag über ein Pressegespräch öffentlich machen.

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