Ein Zank ohne Apfel
Streit ums Sinninger Feld

Worum streiten die sich eigentlich? Drei, vier oder maximal fünf Brutpaare? Ein „Tötungsrisiko“, das es nachweislich für hier gemeinte Brachvögel und Kibitze gar nicht gibt? Um Ausgleichsforderungen, die längst schon übererfüllt sind? Egal, wie scharf man den Knacks zwischen dem Nabu und den Sinninger Windmüllern auch ins Auge nimmt – einen Zankapfel findet man nicht. Beide Seiten pochen auf behutsamen, nachhaltigen Umgang mit der Natur, auf Arten- und Klimaschutz, und wer wollte – ausgerechnet in Saerbeck – gegen erneuerbare Energie argumentieren?

Montag, 12.06.2017, 22:04 Uhr aktualisiert: 12.06.2017, 22:10 Uhr

Wenn sich also faktisch nichts finden lässt, muss man nüchtern schlussfolgern und orakeln: Da ist was anderes im Busch. Ein stures „Denen zeigen wir’s“? Die Personalie Wilfried Roos? Ein, wem auch immer nützliches, Exempel?

Hier geht es nicht um Kaisers Bart, sondern um bürgerschaftliches Engagement, um Klimaschutz und Energiewende und nicht zuletzt um ansehnliche Geldbeträge.

Wenn der Nabu seine Gesprächsbereitschaft ernst meint, sollte er das Angebot der Saerbecker auch annehmen, die ihrerseits zu Zugeständnissen bereit sind.

Und was, wenn alles Mühen fruchtlos bleibt? Dann stünden womöglich bald die Eons, RWEs und Vattenfalls vor der Tür. Das wäre sicherlich der schlechteste Ausgang der Zankerei um das Sinninger Feld.  Hans Lüttmann

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