Umgestaltung der St.-Georg-Pfarrkirche
Man hängt an den Chorbänken

Saerbeck -

Die Pläne für die Umgestaltung des Kirchen-Innenraums von St. Georg stellten der Architekt und der Bauausschuss nach der Pfarrversammlung ein zweites Mal vor, direkt in der Kirche. Während etliche Punkte des Umbaus und auch die Gründe weitgehend akzeptiert schienen, sprachen sich manche für den Erhalt des Chorgestühls aus.

Dienstag, 13.06.2017, 14:53 Uhr aktualisiert: 14.06.2017, 14:32 Uhr
Rund um den geplanten Platz des Taufbrunnens trafen sich etwa 40 Interessierte, um mit Pastor, Architekt und Bauausschuss über die Kirchen-Umgestaltung zu diskutieren.
Rund um den geplanten Platz des Taufbrunnens trafen sich etwa 40 Interessierte, um mit Pastor, Architekt und Bauausschuss über die Kirchen-Umgestaltung zu diskutieren. Foto: Alfred Riese

Der Wunsch, sich auf Veränderungen bei Alter und Zahl der Kirchenbesucher einzustellen, reibt sich bei der Diskussion um die Umgestaltung des Innenraums der St.-Georg-Pfarrkirche an der Frage, „warum kann man alles nicht einfach so lassen“. Das wurde deutlich beim Informationsgespräch in der Kirche mit Architekt Andreas Holtfrerich und Mitgliedern des erweiterten Bauausschusses von St. Georg.

Unter anderem Pastor Peter Ceglarek vertrat die Meinung, „Bewahrung wird nicht ohne Veränderung gehen“, und wollte „nicht in einem Museum Gottesdienst feiern“. Auf der anderen Seite sprachen sich mehrere Gemeindemitglieder insbesondere für den Erhalt des Chorgestühls aus, auch wenn es hinter dem vorgerückten Altar keine Funktion mehr hätte. Es wurde darauf verwiesen, dass darin Spenden stecken und die Chorbänke „ein Stück Heimat, ein Stück Saerbeck“ seien. Der Bauausschuss hat diese Bedenken offensichtlich bereits als Knackpunkt wahrgenommen, Vertreter verwiesen mehrfach auf die Testphase des Provisoriums nach den Sommerferien, wenn auch neue Bewegungsabläufe ausprobiert werden müssten. „Das Chorgestühl soll ja nicht sofort weg, wir wollen testen und dann entscheiden“, stellte Georg Teigeler vom Kirchenvorstand klar.

Kaum Gegenrede gab es zu der geplanten neuen Bankanordnung an drei Seiten der vorgezogenen Altarinsel und den beabsichtigten Freiflächen an den Seitenwänden, wo die Sitzbänke zugunsten bei Bedarf aufzustellender Stühle verschwinden sollen. Auch der Taufstein im Eingangsbereich vor dem Turm scheint auf Zustimmung zu stoßen. Zusätzlich kam der Hinweis zu automatischen Türöffner für Behinderte, die zur Barrierefreiheit passen, die die Pläne anstreben. Dass es auch um die Frage der liturgischen Notwendigkeit von Kniebänken und die Würde des Hochaltars ging, rief bei aller pragmatischen Herangehensweise in Erinnerung, dass es um einen Kirchenraum geht und nicht um die Bürgerscheune. Zurzeit ermittelt der Architekt die Kosten der Umgestaltung und des Provisoriums, an denen sich das Bistum maßgeblich beteiligen will. „Wir werden aber auch auf Spenden aus der Gemeinde angewiesen sein“, kündigte Pastor Ceglarek an.

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