Tafellleiter Herbert Breidenbach weist Vermutung um rückläufige Bereitschaft zurück
Keine Angst ums Ehrenamt

Saerbeck -

Die „hohe Akzeptanz“, die Herbert Breidenbach, Leiter der Saerbecker Ausgabestelle, für die Caritas-Tafel feststellt, spiegelt sich auch im regelmäßigen Spendenaufkommen wider. Am Donnerstag verschaffte sich Albert Topphoff, Vorstandsmitglied der Volksbank Saerbeck, einen Überblick, wie die 500 Euro verwendet werden, die sein Geldinstitut jährlich spendet. Wie an fast jedem Donnerstagvormittag sah er unter anderem ehrenamtliche Mitarbeiterinnen Obst und Gemüse sortieren, Regale einräumen und die Kühltheke befüllen.

Sonntag, 20.08.2017, 10:41 Uhr aktualisiert: 21.08.2017, 15:19 Uhr
Zwischen Regal und Kühltheke  informierte sich Volksbankvorstand Albert Topphoff (2. von links) bei Helmut Henrich (Tafel-Zuständiger beim Caritasverband), Herbert Breidenbach (Leiter der Ausgabestelle Saerbeck) und einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin über den Zweck, dem die jüngste Gewinnsparen-Spende dient.
Zwischen Regal und Kühltheke  informierte sich Volksbankvorstand Albert Topphoff (2. von links) bei Helmut Henrich (Tafel-Zuständiger beim Caritasverband), Herbert Breidenbach (Leiter der Ausgabestelle Saerbeck) und einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin über den Zweck, dem die jüngste Gewinnsparen-Spende dient. Foto: Alfred Riese

Während die Lebensmittel von Supermärkten und auch Vereinen oder Privatpersonen zur Verfügung gestellt werden, braucht der Caritasverband Geldspenden, um Teile der Betriebskosten wie Miete, Strom, Transport oder eben auch die Kühltheke zu finanzieren, erklärte Helmut Henrich, Zuständiger für die Tafel. Besonders interessierte Albert Topphoff der ehrenamtliche Einsatz. 21 Menschen helfen aktuell in der Saerbecker Ausgabestelle, viele davon bereits seit einem Jahrzehnt, berichtete Herbert Breidenbach. Eine vermutete rückläufige Bereitschaft zu ehrenamtlicher Arbeit könne er nicht bestätigen, sagte Helmut Henrich. Er erwarte angesichts einer steigenden Zahl von Älteren eher das Gegenteil, meinte er.

Sinkend ist dagegen der Anteil von Flüchtlingen unter den Nutzern der Caritas-Tafel im Bereich Greven, Emsdetten und Saerbeck, so Henrich. Die Gesamtnutzerzahlen in Saerbeck würden wieder in Richtung des Niveaus von 2015 sinken, bevor Deutschland viele Flüchtlinge aufnahm, sagte Herbert Breidenbach. Flüchtlinge in Saerbeck, so seine Erkenntnis, könnten allerdings oft die Öffnungszeiten der Tafel-Ausgabestelle nicht mehr wahrnehmen, wenn sie auswärts Sprachkurse besuchen.

„Die Spende stammt aus Gewinnspar-Beiträgen unserer Kunden, und wir wissen, dass dieses Geld hier vor Ort in Saerbeck gut angelegt ist“, erklärte Volksbank-Vorstand Albert Topphoff.

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