Barbara Schäffer trommelt für den Bau einer weiterführenden Schule in Gurungweni
Mit Bildung gegen die Armut

Saerbeck -

Ein Projekt ist es besonders, für das die Saerbeckerin Barbara Schäffer trommelt, während sie sich für die Partnerschaft des evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken mit der Ost-Diözese der lutherischen Kirche in Simbabwe engagiert: den Neubau einer weiterführenden Schule in der Gemeinde Gurungweni. Kürzlich war sie mit einer fünfköpfigen Gruppe des hiesigen Partnerschaftskomitees in der Hauptstadt Harare und besuchte auch den kleinen Ort an den südöstlichen Grenzen zu Südafrika und Mosambik.

Mittwoch, 23.08.2017, 13:24 Uhr aktualisiert: 24.08.2017, 14:42 Uhr
Bischof Faindi (mit Kreuz)  traf die Delegation in Harare. Als Geschenk erhielt er ein Parament, das die Ahauser Künstlerin Claudia Brunke- Gregory gestaltet hat. Barbara Schäffer ist die Zweite. von links.
Bischof Faindi (mit Kreuz)  traf die Delegation in Harare. Als Geschenk erhielt er ein Parament, das die Ahauser Künstlerin Claudia Brunke- Gregory gestaltet hat. Barbara Schäffer ist die Zweite. von links. Foto: prf

Vor Ort unterstützt durch Mütter und die Frauenhilfe der Ost-Diözese und in Deutschland durch die Frauen im Kirchenkreis, soll in Gurungweni für mehrere Probleme Abhilfe geschaffen werden. Während es Grundschulen in jedem Dorf gibt, berichtet Barbara Schäffer, führen zu den höheren Schulen meist weite Wege, die Mädchen sexuellen Übergriffen aussetzen, auch Tote nach Vergewaltigungen gebe es.

Klare Prioritäten: eine Schule für Mädchen und auch Jungen soll her, während die Kirchengemeinde zwar ein Grundstück, aber noch nicht einmal ein Gotteshaus hat. So will man einem vorzeitigen Ende der Schulzeit, illegaler Arbeit, Kinderehen und Armut vorbeugen helfen.

Um zwei weitere Projekte ging es während der dreiwöchigen Visite: den Neubau eines Wissenschaftstrakts an der weiterführenden Schule in Burure, unterstützt von der Marien-Schule in Bocholt, und Aktionen zum Thema Geschlechtergerechtigkeit in Zusammenarbeit mit „Brot für die Welt“.

In Harare gab Barbara Schäffer übrigens den Vorsitz des Partnerschaftskomitees, den sie seit der Gründung im Jahr 2013 innehatte, an den ebenfalls mitreisenden Pfarrer Olaf Goos (Ahaus) ab.

Bei Treffen mit der Leitung der Diözese, Bischof Faindi und Mitgliedern des Partnerschaftskomitees ging es auch um die Partnerschafts-Sonntage, die stets am zweiten Sonntag im September stattfinden. Am 10. September sollen wieder synchrone Fürbitten und Predigten gehalten werden in den Gemeinden des Kirchenkreises und der Ost-Diözese.

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