Gottesdienst und Fotoausstellung
Erntedank

Saerbeck -

Das Erntedankfest nutzen die landwirtschaftlichen Gruppen in Saerbeck regelmäßig einerseits um sich präsentieren, andererseits sozusagen als Kontaktangebot für Bürger. Viele von diesen, die gleichzeitig Verbraucher sind, zog es allerdings am Sonntag nach dem Erntedank-Gottesdienst in St. Georg nicht ins Bürgerhaus. Dabei konnte man das Dessert-Buffet der Landfrauen durchaus als leckeres Lockangebot verstehen.

Montag, 25.09.2017, 15:18 Uhr aktualisiert: 26.09.2017, 15:47 Uhr
Zwischen Erntekrone,   Windmühlenmodell und einem Laib Brot zum Teilen für Leib und Seele zelebrierte Pastor Peter Ceglarek den Erntedank- und Kirchweihgottesdienst, hier mit dem Kinder-Bewegungslied „Du hast uns deine Welt geschenkt“.
Zwischen Erntekrone,   Windmühlenmodell und einem Laib Brot zum Teilen für Leib und Seele zelebrierte Pastor Peter Ceglarek den Erntedank- und Kirchweihgottesdienst, hier mit dem Kinder-Bewegungslied „Du hast uns deine Welt geschenkt“. Foto: Alfred Riese

Neben Coockie-Pudding und Baileys-Creme im Glas aus den Hofküchen und Wurst und Steak vom Grill hatten der Landwirtschaftliche Ortsverein (LOV), die Landfrauen und die Katholische Landjugendbewegung eine Fotoausstellung zu bieten. Die Bilder von Claudia Puckert und Marlies Grüter gewährten Einblicke in Hühner-, Kuh und Schweineställe, die Ernte und mehr. Zwar glänzten die Fotos nicht als Landlust-Reklame, hatten dafür aber durchaus ein reportagehaftes Moment.

„Claudia hat angerufen, dass sie gleich vorbeikommen will zum Fotografieren, und dann haben wir das ohne große Vorbereitung gemacht“, berichtete Simon Meier vom Eierhof Meier. „Authentisch“ findet er das, was herausgekommen ist, und erklärte: „Wir hatten überhaupt keine Bedenken, Innenansichten unseres Hofes zu zeigen“. Das sei „der richtige Weg, um den Menschen zu zeigen, wie wir arbeiten“. Er denkt dabei auch „an die ganzen Skandale“ rund um die Landwirtschaft. Bemerkenswert: Mit Aufklebern neben den Fotos standen Saerbecker Bauernfamilien mit ihren Namen zu dem, was sie tun. Auf viel Verbraucherinteresse stieß diese bäuerliche Offenheit am Sonntagmittag eher nicht. Die Raiffeisengenossenschaft begnügte sich dabei mit der Rolle eines Sponsors.

Den vorangegangenen Familiengottesdienst in der St.-Georg-Pfarrkirche gestalteten die landwirtschaftlichen Gruppen mit und stellten ihn unter das Motto „unser tägliches Brot gib uns heute“. In der Altarraumgestaltung mit Früchten und Blumen setzten sie mit Verweisen auf Schöpfungsbewahrung, Klimawandel und auch dem Gedanken des Teilens mit Zuwanderern inhaltliche Akzente. Die Predigt und die Deutung des Mottos überließ Pastor Peter Ceglarek zum Teil den Kirchenbesuchern. Das tägliche Brot als „Gemeinschaft, die mich trägt und ich tragen kann“, als Grund zum Danke sagen und zum sorgsamen Umgang oder der Wunsch nach Frieden für alle, der ebenso wichtig ist, waren Beiträge.

Ebenfalls am Wochenende fand ein Erntedank-Gottesdienst in der evangelischen Arche statt, bei dem Lebensmittelspenden für die Tafel gesammelt wurden.

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