Zahlen zum Mehrgenerationenhaus
In der Mitte des Dorfes

Saerbeck -

Das Mehrgenerationenhaus (MGH) wird als „Mitte des Dorfes“ genutzt. Das bestätigte einmal mehr der aktuelle Bericht der MGH-Projektleiterin Brigitte Wolff-Vorndiek in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses. Neben Zuschüssen unter anderem vom Bund und der Kommune ist das Ehrenamt die tragende Säule des Angebots.

Mittwoch, 25.10.2017, 17:00 Uhr
Eine Schlange bildet sich eigentlich nur einmal im Jahr bei der Ferienspaßanmeldung vor dem MGH, aber auch im Rest des Jahres hat es viel zu bieten und viele Besucher.
Eine Schlange bildet sich eigentlich nur einmal im Jahr bei der Ferienspaßanmeldung vor dem MGH, aber auch im Rest des Jahres hat es viel zu bieten und viele Besucher. Foto: Alfred Riese

„Man merkt, dass das Mehrgenerationenhaus als Mitte des Dorfes genutzt wird.“ Diesem Satz wollte niemand in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses der Gemeinde widersprechen, als die MGH-Projektleiterin Brigitte Wolff-Vorndiek das aktuelle Angebote der Einrichtung in Trägerschaft der Kolpingsfamilie präsentierte. „Das Haus wird wunderbar geführt“, bescheinigte der Ausschussvorsitzende Felix Wannigmann (SPD).

Als eine Säule stellte Wolff-Vorndiek – natürlich - die Finanzierung des Hauses und der gut 40 Angebote für alle Generationen dar. Eine Geschichte mit Höhen und Tiefen und zwischenzeitlich auch Zitterpartien, als zeitweise unklar war, wie es mit der Anschubfinanzierung durch das Bundesfamilienministerium weiter geht. Mittlerweile scheint zumindest mittelfristig ruhigeres Fahrwasser erreicht. Das zurzeit gültige Bundesprogramm als Anschlussförderung umfasse den Zeitraum von 2017 bis 2020, erklärte Wolff-Vorndiek. Mit im Boot sind mittlerweile das Land NRW und auch die Standortkommunen. Saerbeck zahlt einen Anteil von 10 000 Euro jährlich.

Änderungen habe es, so die Projektleiterin, auch bei den inhaltlichen Vorgaben gegeben. Einerseits sei der zusätzliche Schwerpunkt „Mitgestaltung des demografischen Wandels“ Pflicht geworden für alle 450 MGH bundesweit. Andererseits hätten die MGH „mehr freie Hand“ und dürften sich selbst für Themenfelder entscheiden – oder auch dagegen. Die Wahl in Saerbeck: Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf; generationenübergreifende Freizeit und Bildung; selbstbestimmtes Leben im Alter. Verzichtet habe man laut Wolff-Vorndiek auf die Bereiche Integration in den Arbeitsmarkt (Wolff-Vorndiek: „passt nicht in Saerbeck“) und Unterstützung bei der Pflege (wegen bereits bestehender Angebote im Dorf).

Während die hauptamtlichen Stunden zu einem großen Teil für Verwaltung, Monitoring, Antragswesen und ähnliches, von den Zuschussgebern gefordertes Pflichtprogramm drauf gehen würden, seien etwa 90 Prozent der Angebote des Mehrgenerationenhauses ehrenamtlich organisiert. „Damit sind viele Angebote kostenfrei und offen für alle Saerbecker – ein dickes lob an das starke Ehrenamt hier“, sagte Wolff-Vorndiek. Allein für das MGH-Angebot würden 50 Ehrenamtlern arbeiten, die täglich 20 bis 30 Nutzer erreichen.

Das Angebot ist der Gemeinde viel wert

Das Mehrgenerationenhaus lässt sich die Gemeinde Saerbeck einiges kosten. Neben den 10 000 Euro Finanzierungsanteil für Programm und Personal erhält die Kolpingsfamilie seit Kurzem jährlich von der Gemeinde einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 17 000 Euro. Zusätzlich würde die Gemeinde einzelne teure Reparaturen bezahlen. Pflege und Unterhaltung des Außengeländes leistet der Bauhof. Das Gebäude wird der Kolpingsfamilie von der Bürgerstiftung Mehrgenerationenhaus/Altes Rathaus zur Verfügung gestellt. 30 000 Euro jährlich für hauptamtliche Kräfte und Programm kommen vom Bundesfamilienministerium.

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