Bandenmäßige Wohnungseinbrüche
Einbruchserie: Spätes Geständnis

Saerbeck/Münster -

Ein Rumäne, der mit einer Gruppe im Tecklenburger Land und auch in Saerbeck in Häuser eingestiegen sein soll, hat sein Schweigen vor Gericht gebrochen und die Vorwürfe eingeräumt.

Mittwoch, 25.10.2017, 21:00 Uhr aktualisiert: 30.10.2017, 15:41 Uhr
Bandenmäßige Wohnungseinbrüche: Einbruchserie: Spätes Geständnis
(Symbolbild) Foto: dpa

Zehn Verhandlungstage lang hatte der 46 Jahre alte Angeklagte zu den Tatvorwürfen geschwiegen. Als die Luft für ihn vermutlich dünner wurde, kam es zu einer Wende: Im Prozess um bandenmäßigen Wohnungseinbruchsdiebstahl im Raum Tecklenburg, auch in Saerbeck und überörtlich, für den sich ein Duo aus Rumänien zu verantworten hat, räumte der Angeklagte über seinen Verteidiger die gegen ihn erhobenen Tatvorwürfe pauschal in vollem Umfang ein.

Die Untergrenze der möglichen Gesamtfreiheitsstrafe für den Angeklagten, der zurzeit wegen Wohnungseinbruchdiebstahls eine langjährige Freiheitsstrafe verbüßt, sieht der Verteidiger bei sieben Jahre. Die Obergrenze soll siebeneinhalb Jahre nicht übersteigen, sagte er. Der Vorsitzende Richter gab daraufhin zu erkennen , dass eine Verständigung über das Strafmaß nicht beabsichtigt ist.

In dem seit Juni laufenden Prozess hörte das Gericht eine Vielzahl von Zeugen. Zuletzt traten fünf Geschädigte aus dem Raum Tecklenburg, Ibbenbüren und Dillenburg in den Zeugenstand. Wie unsere Zeitung berichtete, sollen die beiden 46 und 48 Jahre alten Angeklagten zu einer Gruppe rumänischer Staatsangehöriger gehören, die sich zusammengeschlossen habe sollen, um in NRW Tageswohnungseinbrüche zu begehen. Dem 48-Jährigen wird die Beteiligung an 28 und dem 46-Jährigen die Beteiligung an 25 Einbrüchen beziehungsweise Einbruchsversuchen vorgeworfen.

Am 9. November soll der Prozess mit den Schlussvorträgen fortgesetzt werden.

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