Adventskonzert des Kirchenchors
Klang anders als sonst

Saerbeck -

Während draußen der Duft von gebrannten Mandeln und Glühwein in der Luft lag, strömten am Freitagabend zahlreiche Besucher in die Saerbecker St.-Georg-Kirche – und das aus gutem Grund.

Dienstag, 28.11.2017, 08:00 Uhr
Der Kirchenchor samt Dirigent Christoph Brehm in Aktion: Begleitet wurden sie von der Sopran-Solistin Maria Lustig, dem Streichquartett des Collegium musicum und Organist Bernd Isermann (nicht im Bild: Norbert Fabritius an der Trompete).
Der Kirchenchor samt Dirigent Christoph Brehm in Aktion: Begleitet wurden sie von der Sopran-Solistin Maria Lustig, dem Streichquartett des Collegium musicum und Organist Bernd Isermann (nicht im Bild: Norbert Fabritius an der Trompete). Foto: Tünde Kalotaszegi-Linnemann

Schließlich ist das Konzert des Kirchenchores, das jedes Jahr die Vorweihnachtszeit einläutet, nicht nur legendär, sondern längst schon zur beliebten Tradition avanciert. Unter dem Motto „Hoffnungsträume – Hoffnungsräume“ erwartete das Publikum ein ansprechendes und abwechslungsreiches Programm. Als Gäste fungierten das Streichquartett des Collegium musicum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, bestehend aus Tina Warnecke (1. Violine), Rudolf Manemann (2. Violine), Wolfgang Domberger (Viola) und Branislaw Madziar (Violoncello), die Sopran-Solistin Maria Lustig, Norbert Fabritius an der Trompete und der Organist Bernd Isermann.

Mit Jean Sibelius’ „Andante festivo“ sorgten die Streicher mit ihrer feinsinnigen Interpretation für einen festlichen Auftakt. Bereits nach den ersten Tönen von Robert Jones‘ „Komm zu uns, Gott“ wurde deutlich, dass der Kirchenchor anders klang, als sonst. Das lag an dem neuen Dirigenten Christoph Brehm, der mit größter Sensibilität die Stärken seiner Sängerinnen und Sänger herausarbeitete, die einzelnen Klangregister zum Strahlen brachte, was summa summarum zu einer schönen Stimmentfaltung führte. Auch die Männer zeigten wesentlich mehr akustische Präsenz ohne aufdringlich zu wirken. Die neue Choraufstellung wirkte sich ebenfalls äußerst positiv auf das Klangbild aus. Dieser Eindruck verstärkte sich weiter-hin in den beiden „Gesängen aus Taizé“ von Jacques Ber-thier, in denen Maria Lustig, die sonst bei „Gospel and more“ in Riesenbeck singt, mit ihrer natürlichen und warmen Stimme überzeugte. Norbert Fabritius trug mit seiner Trompete zur feierlichen Stimmung bei, beispielsweise in der Improvisation über „Swing low, sweet chariot“ oder in „Prayer of Saint Gregory“ von Alan Hovhaness. Immer mit dabei war Bernd Isermann, mal an der kleinen, mal an der großen Orgel und präsentierte sich als versierter Musiker und Begleiter. Besonders gefühlvoll intonierte der Chor die Friedensbotschaft in Robert Jones‘ „Gottes grenzenlose Liebe“, die direkt ins Herz ging. Genauso wie der von Maria Timmermann vorgetragene meditative Text, in dem sie Gott, den Herrn um die verschiedenen, im Glauben verankerten Facetten der Hoffnung bat: „Herr, lass mich mit diesem Funken Hoffnung alle anstecken“. Grazilen Streicherklang gab es mit einzelnen Sätzen aus Wolfgang Amadeus Mozarts Streichquartett C-Dur, KV 157.

Einen glanzvollen Abschluss gestalteten die Mitwirkenden mit Huub Osterhuis‘ „Am Ende aller Tage“, wofür sie begeisterten Applaus ernteten und auch noch eine Zugabe nötig war. Nun kann die Weihnachts-zeit doch kommen.

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