Letzter Arbeitstag
Von der Reinigung zum Gesicht des Ferienspaßes

Saerbeck -

„Das Gesicht des Ferienspaßes“ sei sie gewesen. So würdigte Alfons Bücker, Vorsitzender der Kolpingsfamilie, Hedwig Renger, als sie am Donnerstag im kleinen Kreis von Kolleginnen und Vorstandsmitgliedern in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Donnerstag, 30.11.2017, 18:00 Uhr
In einer Rikscha fuhr die Kolpingsfamilie, hier Klara Leiting im Sattel, mit ihrer frisch gebackenen Rentnerin Hedwig Renger Stationen ihres Wirkens in Saerbeck an.
In einer Rikscha fuhr die Kolpingsfamilie, hier Klara Leiting im Sattel, mit ihrer frisch gebackenen Rentnerin Hedwig Renger Stationen ihres Wirkens in Saerbeck an. Foto: Alfred Riese

Mit den 16 Jahren seit 2001, aus denen die frisch gebackene Rentnerin vielen Familien mit Kindern im Dorf bekannt sein dürfte, deckte Bücker allerdings nur einen kleinen Teil der haupt- und auch ehrenamtlichen Arbeit von Hedwig Renger in der Kolpingsfamilie ab.

Tränen flossen, als Conny Bücker vom Kolping-Bildungswerk feststellte: „Wir konnten uns immer auf dich verlassen.“ Sie erinnerte an den Beginn von Hedwig Rengers hauptamtlicher Tätigkeit bei der Kolpingsfamilie vor 23 Jahren, in einem halbfertigen Kolpingheim, mit einer elektrischen Schreibmaschine und Karteikarten. Auch mit immer stärker eingesetzter Computertechnik: „Euro, Uhrzeit, Datum, mit Zahlen jonglieren ist deine Leidenschaft“, bescheinigte Conny Bücker der Neu-Rentnerin, der „selten etwas zu viel“ wurde. Zum Abschied gab es vom Bildungswerk ein „Ruhekissen“, von Hand bestickt mit den Abkürzungen der Kolpingeinrichtungen – vielleicht als Erinnerung, wo man ehrenamtlich tätig bleiben könnte. Vom Jugendzentrum, das Hedwig Renger seit Gründung 2007 unter ihren Fittichen hatte, übergab Gaby Grothaus-Schreiber ein „JuZe“ aus Lebkuchen mit den besten Wünschen und der Anekdote, dass der Bauhof Hedwig Renger in diesem Gebäude auch schon mal als die Chefin angesehen hätte, die vor Umbauten im Garten zu fragen sei.

Alfons Bücker zitierte alte Protokolle, um den Dienstbeginn zu belegen. „Die Reinigungsarbeiten sind von Hedwig Renger übernommen worden“, heißt es da mit Datum vom 7. Februar 1994. Sie sei die erste Hauptamtliche der Kolpingsfamilie gewesen, sagte Bücker, gestartet mit zwei Wochenstunden. Dann kamen mit Jugendzentrum und Mehrgenerationenhaus mehr und größere Gebäude, der Ferienspaß in heutiger Form und Umfang sei ihr Verdienst, auch an der Entwicklung des MGH habe sie „kräftig mitgearbeitet“, zählte Bücker auf – weit über die viel gelobte Reinigung hinaus. Buchhaltung für das Kolping-Bildungswerk, Mitgliederverwaltung, Ehrenamtsliste pflegen: „Du hast in der Kolpingsfamilie und in der Gemeinde deutliche Spuren hinterlassen“, so Bückers Fazit.

Ehrenamtlich bleibt Hedwig Renger der Kolpingsfamilie erhalten.

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