Karnevalsfeier in Sinningen
Die Prinzessin stand stumm in der Ecke

Saerbeck -

Eine geniale Idee, die nur echt närrischen Hirnen einfallen kann: Weil der Elferrat des BSV Sinningen ausschließlich aus Ex-Schützenköniginnen und ihren amtierenden Nachfolgerinnen besteht, hätte die Kür zur Karnevalsprinzessin ja für jede eine Degradierung bedeutet; deshalb holte frau sich Verstärkung von außen.

Montag, 29.01.2018, 17:30 Uhr aktualisiert: 30.01.2018, 08:38 Uhr

Bei der Karnevalsfeier am Freitagabend in der Gaststätte Glanemann präsentierten die „Königinnen von Sinningen“ Chantalle als ihr Oberhaupt mit Kappe und Zepter. Fürs Erste stand die so ausstaffierte Schaufensterpuppe allerdings der guten Stimmung im vollen Saal etwas unbeteiligt gegenüber.

Karnevalsfeier Sinningen

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  • Karnevalsfeier Sinningen Foto: Alfred Riese
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Umso mehr drehten die Elferrätinnen auf: zehn tolle Füchsinnen und ihre Jägersfrau. Den ersten Orden gab es für Bürgermeister Wilfried Roos, der beim jüngsten Schützenempfang mit einer humorigen Bemerkung Ideengeber für die Elferratsgründung war. Und weil Chantalle am Freitagabend stumm in der Ecke stand, absolvierte der entmachtete Rathaus-Chef den Ehrentanz als Marathon mit allen elf Fuchs-Frauen. Ihr Mottolied: „Prinzenlos durch den Wald, und der Jäger lässt und kalt“ nach Helene Fischers „Atemlos durch die Nacht“.

Mit dem Einzug des Elferrats und ihrer Chantalle fiel denn auch endlich dem alten Elferrat, den „Königen vom Brink“ ein Stein vom Herzen und das Zepter aus der Hand. Die Füchsinnen hatten es nämlich ordentlich spannend gemacht. Das Vorjahres-Prinzenpaar hatte zunächst bei der versuchten Zepterübergabe Mitte Januar niemanden als Nachfolger gefunden. Dank Chantalle konnte die rot bemäntelten Truppe nun in der großen Runde aus Riesenzwergen, kleinen Bienchen, Indianern und Sträflingen erleichtert feiern, inklusive Buffet und Sektbar mit dem kultigen roten Sofa. Die Farbe des närrischen Session in Sinningen ist übrigens Pailletten-Glitzer, auch bei den Herren sehr beliebt.

Der Kolping-Elferrat aus der KLJB-Theatergruppe mit dem frisch gekürten Prinzenpaar Markus Winkeljann und Anna-Lena Bringemeier feierte in Sinningen mit, allerdings mit angezogener Handbremse. „Verzeiht, wenn wir nicht ganz so lange bleiben wie beim Schützenfest“, entschuldigte sich der Prinz, „wir müssen Morgen fit sein“ – da war die Karnevalssitzung der Kolpingsfamilie. In die Bresche sprang bei den Bauerschafts-Sinningern der Prinz Benno von den Siedlungs-Sinningern, der als singender Holländer die erste Polonaise des Abends anführte.

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