Anmeldeverfahren an der MKG
Saerbecker Familien atmen auf

Saerbeck -

„Bei diesem Auswahlverfahren hat ihr Kind zum Schuljahr 2018/19 einen Platz an unserer Schule erhalten.“ Dieser Satz steht am Ende von jedem der Briefe, die jetzt bei Saerbecker Familien angekommen sind, die ihre Kinder für die fünfte Klasse an der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG) angemeldet hatten.

Freitag, 16.02.2018, 14:00 Uhr aktualisiert: 16.02.2018, 14:20 Uhr
Die Tür zur MKG ist nach den Sommerferien für alle angemeldeten Saerbecker Viertklässler offen.
Die Tür zur MKG ist nach den Sommerferien für alle angemeldeten Saerbecker Viertklässler offen. Foto: Alfred Riese

147 Anmeldungen lagen am vergangenen Donnerstagabend auf dem Tisch, berichtete MKG-Schulleiter Karl Watermann. Im Jahr zuvor war die Aufnahmekapazität mit 187 Anmeldungen wesentlich deutlicher überschritten worden. Auf eine frühere Bekanntgabe von Zahlen hatten er und das Schulamt verzichtet, damit die Familien die Informationen zuerst erhalten.

„Alle angemeldeten Saerbecker Kinder sind aufgenommen“, meldete Watermann nun. Weil der Schule elf Inklusions-Kinder (neun davon Saerbecker) zugewiesen wurden, darf sie die Größe der Klassen verringern. Diese Möglichkeit wollen Schulleitung und Schulamt allerdings nicht vollständig ausnutzen. Aufgenommen werden 112 neue Fünftklässler, vier mehr als das Minimum. Es bleiben 35 Absagen.

Von den aktuell 84 Viertklässlern in Saerbeck wechseln 61 oder knapp drei Viertel an die MKG. Die Übergangsquote von der St.-Georg-Grundschule sei damit „nach wie vor hoch“, stellte Watermann fest. Bei Anmeldungen und Aufnahmen aus umliegenden Orten bilde sich ein „deutlicher Schwerpunkt“ bei Emsdetten und Ladbergen, berichtete er. „Ganz wenige“ Bewerbungen seien aus Lengerich und Greven gekommen. Hörstel, Lengerich, Tecklenburg und Lienen seien „fast auf null runter“. In diesen sechs Orten wurden in den vergangenen Jahren neue Gesamtschulen gegründet.

Vorweg aufgenommen wurden die elf Inklusions-Kinder und drei Härtefälle, sagte Watermann. Die 98 verbleibenden Plätze wurden ihm zufolge nach drei Kriterien vergeben: ausgewogenes Verhältnis von Jungen und Mädchen, ausreichende Leistungsbandbreite der Schülerschaft und per Los. 45 Schüler bekamen ihren Platz mit einem Notenschnitt von 2,0 oder besser, 53 Schüler wurden im Losverfahren ausgewählt. „Es kommen auch viele Leistungsstarke von der St.-Georg-Grundschule herüber, die Leistungsverteilung im nächsten fünften Jahrgang stimmt“, sagte Watermann.

Die Reaktionen auf das Ergebnis fielen nach dem Schock mit am Ende elf Ablehnungen für Saerbecker Kinder im vergangenen Jahr erwartungsgemäß erleichtert und positiv aus. „Wir sind hoch erfreut, dass alle angemeldeten Saerbecker Kinder angenommen werden und sehen uns in unserer Arbeit bestätigt“, sagte Sarah Ortmeier, Leiterin der St.-Georg-Grundschule. „Es freut uns als Schulträger, dass unsere Gesamtschule sich weiter großer Beliebtheit erfreut und gleichzeitig alle Saerbecker aufgenommen werden“, kommentierte Schulamtsleiter Guido Attermeier. „Höchst erfreut“, war auch Monika Schmidt (CDU), Vorsitzende des Schulausschusses.

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