Theater in der MKG
Bild eines gehorchenden Karrieristen

Saerbeck -

Das Theater „Blitzlichtgewitter“ der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG) griff den Holocaust-Gedenktag mit einer inszenierten Lesung auf der Grundlage von Hannah Arendts Buch „Eichmann in Jerusalem – ein Bericht von der Banalität des Bösen“ auf.

Donnerstag, 22.02.2018, 19:00 Uhr
Theater in der MKG: Bild eines gehorchenden Karrieristen

Darin sind ihre Berichte zusammengefasst, die sie als Reporterin eines US-amerikanischen Magazins über den Prozess gegen den Obersturmbannführer Adolf Eichmann im Juni 1961 in Jerusalem geschrieben hat.

Lukas Vornbäumen, MKG-Abiturient im Jahr 2017 und zurzeit im Bundesfreiwilligendienst an seiner früheren Schule, zeigte in einem minimalistischen Bühnenbild mit Eichmann-Zitaten aus den Prozessprotokollen wirkungsvoll das Bild eines gehorchenden Karrieristen, das Hannah Arendt zeichnete. Als hochrangiger Referatsleiter im Nazi-Apparat und Mitorganisator des Holocausts bestreitet er seine Mitverantwortung für Millionen Ermordete: „Ich habe gehorcht wie Millionen andere, das Gewissen muss Staatsführung haben“, ist sein Argument, „unsere Arbeit war doch nur die Schreiberei“. Die Inszenierung des MKG-„Blitzlichtgewitters“ stellte diesen ruhig vorgetragenen Worten an die Wand geworfene, dokumentarische Filmausschnitte entgegen, die zeigen, was mit der „Schreiberei“ organisiert wurde.

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