Lernshow für MKG-Schüler
Energiewende auf dem Touchscreen

Saerbeck -

Mit einem multimedialen Lernerlebnis stellte der Pädagoge und Entertainer Friedhelm Susok bei 220 Sechst- und Siebtklässlern der MKG den Erstkontakt mit dem Thema Energiewende her.

Sonntag, 25.02.2018, 19:00 Uhr
Ist das ein „Haben wollen“-Lächeln im Gesicht des stellvertretenden Leiters der MKG? Maarten Willenbrink schiebt zusammen mit Schülern Energiesparmöglichkeiten auf dem Touchscreen und der Leinwand hin und her.
Ist das ein „Haben wollen“-Lächeln im Gesicht des stellvertretenden Leiters der MKG? Maarten Willenbrink schiebt zusammen mit Schülern Energiesparmöglichkeiten auf dem Touchscreen und der Leinwand hin und her. Foto: Alfred Riese

Der Titel „Lernerlebnis Energiewende“ stimmte. Es gab Musik, bunte, bewegte Bilder aus dem Beamer auf die riesige Leinwand, interaktives Eingreifen auf dem Touchscreen, das Thema in Häppchen zerlegt und multimedial präsentiert. Friedhelm Susok, Diplom-Sozialpädagoge und Entertainer, hatte auf der Bühne und zwischen den Sitzreihen in der Bürgerscheune die rund 220 Sechst- und Siebtklässler der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule (MKG) am Wickel. 90 Minuten dauerte der Mix aus Infotainment, Quiz und Show, beauftragt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und gesponsert von der Gelsenwasser Energienetze GmbH.

Der technische Aufwand, Choreografie und Dramaturgie sagten eindeutig: Das ist kein normaler Schulunterricht. Es musste sich auch niemand Notizen machen, und einen Test gab es am Ende auch nicht. Aber einen Erstkontakt mit dem Thema Energiewende, der viele Unterrichtsfächer berührte.

Plötzlich sahen sich vier Schüler am PC vorne mit der Aufgabe konfrontiert, die Bundesländer geografisch als Puzzle zu sortieren, die großen Städte zu platzieren, die Industriestandorte und Kraftwerkstypen. Erholungsphasen boten Filmsequenzen, in denen eine Musterfamilie über Kohlestrom diskutierte und die Frage, wie schnell die Wende denn gehen dürfe.

Sehr schön anschaulich und so im normalen Unterricht wohl schwer machbar: Häuser auf der Leinwand und am Touchscreen identifizieren Schüler – und ein Lehrer – Energiesparpotenziale von der Dachdämmung über LED-Leuchten bis zur geringeren Waschtemperatur. Motivationshilfe dazu: Die Ersparnis reicht, um das neue Skateboard zu finanzieren, fand der Junge in der Musterfamilie.

Wie sieht Deutschland 2050 in Sachen Energie aus. In Susoks „Lernerlebnis Energiewende“ kommt der Strom zu hundert Prozent aus erneuerbaren Quellen, mit viel Photovoltaik, Biogas an Land und Windkraft off- wie onshore im Meer, es gibt massig Stromspeicher und überschüssiger Strom wandelt Wasser in Biogas um, der im Erdgasnetz gespeichert wird. Hier fand sich auch einer von mehreren Anknüpfungspunkten für das Versorgungsunternehmen Gelsenwasser als Sponsor. „In dieser Zeitrechnung ist Saerbeck schon im Jahr 2030 angekommen“, bescheinigte Susok der NRW-Klimakommune.

„Hat Spaß gemacht und ich konnte etwas lernen“, kommentierte der Schüler Lukas am Ende.

Jugendgruppe „Umwelthelden“ startet

„Umwelthelden“ ist der Arbeitstitel der Jugendgruppe, zu der der Förderverein Klimakommune Saerbeck einlädt. Er will Kindern und Jugendlichen im Alter von 11 bis 16 Jahren Gelegenheit geben, sich durch praktische Projekte und selbst gemachte Kurzfilme mit der Bedeutung von Energiewende, Klimaschutz und Ressourcenschonung zu beschäftigen. Projekttage sind alle zwei Wochen am Dienstagnachmittag geplant. Die Auftaktveranstaltung ist am Dienstag, 6. März, 15.30 bis 18 Uhr, in der Gläsernen Heizzentrale, Am Kirchplatz. Anmeldungen sind möglich per E-Mail an umwelthelden@ saerbecker-energiewelten.de

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