Di., 13.03.2018

Premiere des plattdeutschen Theaters Wollen das Aussterben verhindern

Die Theatergruppe befindet sich in den letzten Zügen der Vorbereitung (von oben links): Anne Grüter, Simon Meier, Christian Entrup, Birgit Entrup, Maike Schmiemann, Niklas Winkeljann, Hanna Rüschenschmidt und Chris Stegemann.

Die Theatergruppe befindet sich in den letzten Zügen der Vorbereitung (von oben links): Anne Grüter, Simon Meier, Christian Entrup, Birgit Entrup, Maike Schmiemann, Niklas Winkeljann, Hanna Rüschenschmidt und Chris Stegemann. Foto: Stefanie Behring

Saerbeck - 

„Plattdeutsch ist eine Sprache, die ausstirbt.“ Eine Aussage, die wahrscheinlich einige Besucher der jährlichen Theateraufführungen der KLJB so unterschreiben würden.

Von Stefanie Behring

Denn viele kommen nur noch durch derartige Theaterstücke damit in Kontakt. Hier und da unterhalten sich vielleicht noch ein paar ältere Leute auf platt, aber mittlerweile ist es schon die Ausnahme, wenn man im Supermarkt, beim Friseur oder Zuhause plattdeutsche Wörter hört. Ausnahmen, die zunehmend seltener werden und von einem Aussterben zeugen.

Die Schauspieler des plattdeutschen Theaters wollen genau das verhindern. Auch wenn sie mit der hochdeutschen Sprache aufgewachsen sind und sie nicht zu der Generation gehören, für die es selbstverständlich ist, plattdeutsch zu sprechen, unterhalten sich viele von ihnen trotzdem auf platt – und das nicht nur auf der Bühne. Auf die Frage, weshalb man heutzutage überhaupt noch plattdeutsch braucht, haben sie vielfältige Antworten parat: „Wourum bruekt man denn halduetschk? Platt is egentlich vull eenfacher“ (Warum braucht man denn hochdeutsch? Platt ist eigentlich viel einfacher). Oder „Dormit de Kinners dat nich verstahn“ (Damit die Kinder das nicht verstehen).

Ihnen liegt es daran, diese Sprache eben nicht aussterben zu lassen, sondern die Tradition aufrecht zu erhalten. Schließlich wird sie immer wieder gebraucht. Die Schauspieler berichten, dass sie ihre Kenntnisse beispielsweise bei der Kommunikation mit älteren Kunden, die ausschließlich plattdeutsch sprechen, einsetzen konnten.

Zurzeit liegt die Theatergruppe in den letzten Zügen der Premieren-Vorbereitungen. Die Bühne ist fertig hergerichtet, es geht nun noch um das Setzen von „schauspielerischen Akzenten“ heißt es von der Gruppe. Am Samstag stehen die Schauspieler mit dem Stück „Oma kennt sik bestens ut“ zum ersten Mal auf der Bühne. Es folgt eine Seniorenvorstellung am Sonntagnachmittag, die bereits um 14 Uhr mit Kaffee und Kuchen beginnt und zu der keine Anmeldung erforderlich ist. Am 24. und 31. März sowie am 2. und 7. April gibt es weitere Aufführungen. Alle Vorstellungen starten um 19 Uhr in der Bürgerscheune.



http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5587595?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686837%2F