Ostern in den Kirchen
Die Macht des Lebens ohne Fesseln

Saerbeck -

Die Ostertage brachten etliche hundert Saerbecker in Bewegung, hin zu den Osterfeuern und Kirchen. Die legten sich ins Zeug mit Festmessen, Taufgottesdiensten und dem kreativ-bewegten Karfreitag für Kinder, bei dem schon mal die (Papier-)Knospen aufsprangen.

Montag, 02.04.2018, 17:00 Uhr aktualisiert: 08.04.2018, 14:26 Uhr
Pfarrer Reiner Schröder (links auf dem rechten Foto)) freute sich über die frisch entzündete Osterkerze, die am Sonntag Pfarrer Peter Ceglarek, Kaplan Ramesh Chopperapu und Mitglieder des Arbeitskreises Ökumene mit Günther Reelfs (rechts) von St. Georg in die Arche brachten.
Pfarrer Reiner Schröder (links auf dem rechten Foto)) freute sich über die frisch entzündete Osterkerze, die am Sonntag Pfarrer Peter Ceglarek, Kaplan Ramesh Chopperapu und Mitglieder des Arbeitskreises Ökumene mit Günther Reelfs (rechts) von St. Georg in die Arche brachten. Foto: Behring

Die Ostertage haben in Saerbeck viele hundert Menschen bewegt, hin zu den christlichen Kirchen.

Zum 25. Mal wurde am Sonntagmorgen die frisch entzündete Osterkerze von der St.-Georg-Pfarrkirche in die Arche getragen. Die evangelische Kirchengemeinde nahm diese zu Beginn ihres Ostergottesdienstes, in den auch eine Taufe integriert war, in Empfang. Trotz einiger Regentropfen kam die Kerze trocken und brennend durch das Dorf.

Pfarrer Rainer Schröder (Arche) freute sich über die traditionelle ökumenische Geste der Katholiken. Gemeinsam mit Pastor Peter Ceglarek und Kaplan Ramesh Chopparapu (St. Georg) beglückwünschte er Günther Reelfs, der schon seit 20 Jahren die Entzündung der Osterkerze in St. Georg und ihren Weg zur Arche begleitet.

Die Übergabe der Osterkerze wird in jedem Jahr vom Arbeitskreis Ökumene organisiert und kennzeichnet die starke Verbundenheit der beiden Kirchen. 1993 wurde diese Tradition begonnen. Das gemeinschaftliche Beten des Osterpsalms und das Singen des Eröffnungsliedes „Christ ist erstanden“ durch die evangelische Gemeinde zusammen mit Vertretern der St.-Georg-Gemeinde unterstreicht in jedem Jahr wieder das ausgeprägte ökumenische Band, betonen die beiden Pfarrer.

Unter dem Motto „Das Leben blüht auf“ feierte die Arche die Osterbotschaft. „Die Botschaft von der Auferstehung Jesu lädt ein, an die Macht des Lebens zu glauben gegen alles, was Leben schwer macht oder gar zerstört. Sie will Trauer in Freude und Ängste in Mut verwandeln, damit das Leben aufblühen kann. Menschen finden Lebensfreude für sich und unterstützen andere beim Tragen ihrer Lasten“, erklärte Pfarrer Rainer Schröder.

Mit dem kreativ-bewegten Karfreitag hatte der Kinderwortgottesdienst St. Georg das Osterwochenende eröffnet und dabei den Bogen von Palmsonntag bis zur Auferstehung Jesu gespannt. Mit der stimmungsvollen und kindgerechten Gestaltung wurden mehr Sinne als Hören und sehen angesprochen, zum Beispiel, als die Kinder sich im Pfarrheim an die Tafel des letzten Abendmahls setzten und selbst zum Brot griffen. Die Jesus-Kerze begleitete sie durch die Stationen als „Zeichen, das Jesus unter uns ist“, erklärte Pastoralassistent Philipp Langenkämper. Als die Kinder um das große Holzkreuz saßen und Sarah Winter ihnen Jesu Weg zur Kreuzigung als Kamishibai-Erzähltheater näher brachte, erlosch die Kerze und es wurde dunkel. Weil das Kinderwortgottesdienst-Team die Kinder aber so trostlos nicht gehen lassen wollte, gab es schon mal einen Ausblick auf die Auferstehung, inklusive Grabhöhle und Stein davor: „Durch das Dunkel hindurch scheint der Himmel hell“.

So, wie es dann in St. Georg auch die Erwachsenen in der feierlichen Auferstehungsmesse am Ostersonntag ab 6 Uhr erlebten und viele Kinder im Familiengottesdienst am Montag. Dort das Thema: Jesus lebt und holt die Jünger auf dem Weg nach Emmaus aus den Fesseln ihrer Verzweiflung.

Das war auch spannend, weil alle darauf warteten, dass Pastor Peter Ceglarek endlich sagte: „Jetzt können wir nach draußen gehen und die Eier und Hasen suchen!“. Die Messdienerleiterrunde hatte während des Familiengottesdienstes zwei Paletten bunter Eier und viele kleine Schoko-Hasen rund um die Kirche versteckt. Um Punkt 11 Uhr stürmten die Kinder auf den Kirchplatz und machten sich auf die Suche. Einer schneller als der andere, jedoch ging am Ende niemand leer aus.

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