Tanz-Performance „Das liegt im Blut“ in St.-Georg-Kirche
Den Blick auf andere Kulturen öffnen

Saerbeck -

Die Partnerschaft der St.-Georg-Pfarrgemeinde mit St. Theresa in Damongo in Ghana ist noch jung. Viel mehr Erfahrung mit dem afrikanischen Land bringt eine junge Künstlerin mit, die am Freitag, 20. April, nach Saerbeck kommt.

Donnerstag, 05.04.2018, 06:35 Uhr aktualisiert: 08.04.2018, 14:26 Uhr
Die Organisatoren freuen sich auf die Tanzshow, die Gifty Wiafe am 20. April in der St.-Georg-Kirche aufführen wird. Karten gibt es bereits im Vorverkauf.
Die Organisatoren freuen sich auf die Tanzshow, die Gifty Wiafe am 20. April in der St.-Georg-Kirche aufführen wird. Karten gibt es bereits im Vorverkauf. Foto: Alfred Riese

Die Partnerschaft der St.-Georg-Pfarrgemeinde mit St. Theresa in Damongo in Ghana ist noch jung. Viel mehr Erfahrung mit dem afrikanischen Land bringt eine junge Künstlerin mit, die am Freitag, 20. April, nach Saerbeck kommt. „Das liegt im Blut“ ist der mit Absicht klischeebehaftete Titel der Tanztheater-Performance von Gifty Wiafe, die um 19.30 Uhr in der St.-Georg-Kirche beginnt.

Mit ihrer „vielschichtigen Performance bringt eine junge Schauspielerin aus Ghana, die in Münster lebt, den Perspektivwechsel Ghana-Deutschland, Deutschland-Ghana mit Humor, Herz und Hirn auf die Bühne“, beschreibt „Cactus Junges Theater“ in Münster das Stück, das unter seinem Dach läuft. „Eine tolle Ein-Frau-Show, mal lustig, mal ernst – da ist das ganze wirkliche Leben drin“, sagt Manuela Winter vom Arbeitskreis Eine Welt von St. Georg. Sie hat „Das liegt im Blut“ gesehen und fand, dass Gifty Wiafe auch gut mal nach Saerbeck kommen könnte. Das fanden das Katholische Bildungswerk Saer- beck, aus dem Pfarreirat die Arbeitskreise Kunst-Kultur-Kirche und Eine Welt und die ökumenische Flüchtlingshilfe ebenso.

„Den Blick für andere Kulturen öffnen“, nannte Pastoralreferent Werner Heckmann als ein Ziel, das die vier Gruppen verbindet. Gifty Wiafe hat diesen offenen Blick durch ihre Biografie, die Grundlage für ihre Performance ist. Nach ihrer Geburt 1994 wuchs sie 15 Jahre in Ghana auf, zuletzt bei ihrer Großmutter, bis sie 2009 im Rahmen einer Familienzusammenführung nach Deutschland kam. Seit 2010 schauspielert sie bei „Cactus Junges Theater“, 2014 machte sie in Münster Abitur.

„Ich fühle mich in beiden Ländern sehr wohl“, sagt sie im Interview im Begleitheft ihres Programms. Vorurteile und Klischees gebe es auf beiden Seiten. Zum Beispiel, dass alle Afrikaner gut tanzen können, dass ihnen das „im Blut liegt“, wie das Katholische Bildungswerk provokant in seiner Ankündigung formuliert. Bei Gifty Wiafe stimmt es. Darüber hinaus ist es ihr Anliegen, singend, tanzend, spielend und trommelnd mit eben diesen Klischees und Vorurteilen aufzuräumen und zum Nachdenken einzuladen, schreibt das KBW.

Gefördert wird „Das liegt im Blut“ unter anderem von „Engagement global“, einem Service für Entwicklungsinitiativen, und der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW. Karten im Vorverkauf zum Preis von fünf Euro gibt es bei „Buch & Mehr“, Markt-straße.

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