Schnullerbaum-Fest im „Garten Eden“
Abschied mit ein paar Tricks

Saerbeck -

Normalerweise bildet sich eine solche Schlange vielleicht vor dem Eingang zum Badesee. Bei schönstem Sonnenwetter standen Kinder und Eltern am Samstag allerdings ein paar Meter weiter an, um in den Korb der Drehleiter zu kommen.

Dienstag, 24.04.2018, 11:30 Uhr aktualisiert: 24.04.2018, 16:14 Uhr
Schnullerbaum-Fest im „Garten Eden“: Abschied mit ein paar Tricks
Foto: Alfred Riese

An der Steuerung saß Lutz Berkemeier, der das große Feuerwehrauto auch vom Autohaus mitgebracht hatte. Er fuhr seine Passagiere hoch zu den höchsten Ästen der Saalweide im „Garten Eden“. Dort konnten sich Kinder von ihrem Schnuller verabschieden und ihn an den Baum knoten.

Die zweite Auflage des „Schnullerbaum-Fests“ lockte doch etliche Familien mehr als 2017. Das freute Gudrun Baackmann, Leiterin der DRK-Kita Burg Funkelstein, die zu dem pädagogisch unterlegten Spaß einlädt. Mit dabei sind auch das Seniorenzentrum am See als Gastgeber mit Kaffee, Kuchen und Kaltgetränken (und vielen Sonnenschirmen), der Saerbecker Zahnarzt Clemens Schymocha und der Münsteraner Kieferorthopäde Dr. Holger Humborg, der bei Schymocha einen Tag die Woche eine Zweigpraxis betreibt. Die beiden Zahnexperten freute es, wenn die Kinder ihrem Gebiss durch den Abschied vom Schnuller freie Bahn für die Entwicklung gewähren.

Schminken, Schnuller-Angeln und Schnuller-Zielweitwurf sorgten für zusätzliche Attraktionen, kamen aber gegen die Drehleiter nicht so recht an. Was aber sehr gut zusammenkam, waren Jung und Alt bei der Familienaktion im frisch herausgeputzten Park des Altenheims.

„Die Kinder sollten ihren Schnuller erst dann ganz bewusst abgeben, wenn sie dazu bereit sind“, erklärte Gudrun Baackmann den Ansatz, „dann ist es für sie auch ein Schritt in der Persönlichkeitsentwicklung“. Eine Gelegenheit dazu sollen die jährlichen Schnullerbaumfeste bieten. Am Baum können die Kinder auch ihre alten Schnuller besuchen, die dort mit ihren Kollegen abhängen. Der dreijährige Ben hat seinen „ganz ganz oben“ platziert, erzählte er stolz, als tapferer Löwe geschminkt und mit dem Zertifikat über seine große Tat in der Hand. Die Mutter berichtete, dass der Abschied mit ein paar Tricks geklappt hätte. Einer dieser Tricks war der Schnullerbaum.

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