„France mobil“ an der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule
Mit einer gehörigen Portion Charme

Saerbeck -

Eigentlich war an der Unterrichtsstunde, in die die Gesamtschüler der Französischkurse vom sechsten bis zum neunten Jahrgang gerieten, nichts Besonderes: Thema und Einstieg, Hör-Verstehen-Übung, schriftliche und mündliche Sprachverwendung. Den Unterschied machte Julien Lesieur, der junge Mann aus der Picardie im Norden Frankreichs.

Mittwoch, 25.04.2018, 11:00 Uhr
Disparu, cigarettes? Wer das Wort im Chanson erkannte, warf sich notfalls mit einem Hechtsprung auf die Karte – ein bisschen Wettbewerb beim Hörverstehen-Training mit Julien Lesieur (hinten links).
Disparu, cigarettes? Wer das Wort im Chanson erkannte, warf sich notfalls mit einem Hechtsprung auf die Karte – ein bisschen Wettbewerb beim Hörverstehen-Training mit Julien Lesieur (hinten links). Foto: Alfred Riese

Er und seine Kollegen vom Institut Francais NRW touren als „France Mobil“ durchs Land, gehen an Schulen und zeigen dort: Französisch ist auch zu etwas gut, kann Spaß machen und das Lernen lohnt sich. Zusätzlich zum Muttersprachler-Bonus warf Julien noch eine gehörige Portion Charme in die Waagschale.

Irgendwie unwiderstehlich, wie eine Schülerin aus dem neunten Jahrgang schnell merkte. Erst wollte sie überhaupt nicht, dann erlag sie doch den Überredungskünsten des Französisch-Botschafters, als es um die fremdsprachige Version des Wörter-Beschreiben-Spiels Tabu ging. Mehr Bewegung war in dem Kurs, als es darum ging, Wörter in einem Chanson zu erkennen und schnell die passende Karte vom Boden zu holen, gerne auch mit einem Hechtsprung. Die Schüler stürzten sich in die Fremdsprache, könnte man sagen. Wobei es nach den Mehrheitsverhältnissen eigentlich Schülerinnen heißen muss: drei Jungs, 17 Mädchen, so ähnlich sieht es in den anderen Kursen auch aus.

Mit den gegriffenen Wörtern einen Text zu schreiben, wäre bestimmt leichter gewesen, hätte man gewusst, das „mouette“ die Möwe ist, etwas ganz anderes als der „muet“, der Stumme. So kam eine Geschichte heraus über verschwundene Flaschen, denen nackt rauchende Menschen hinterher schauen – aber en francais.

So schwierig war er gar nicht zu verstehen, bekam Julien am Ende zurück gemeldet, und Spaß habe es auch gemacht. „Können sie meine nächste Klassenarbeit schreiben“, wollte ein Schüler wissen. Nein, das geht nicht, aber Lust auf Französisch machte der Gesandte des Sprachen-Instituts offensichtlich erfolgreich. Sein Auftrag war auch, für die Delf-Zertifikatsprüfungen zu motivieren – und für mehr. „Ihr habt die Grundkenntnisse und braucht keine Angst zu haben“, erklärte er den Schülern schließlich auf Deutsch. „Hören und sprechen ist das Beste, um eine Sprache zu lernen – geht nach Frankreich, die Sprache kommt schnell“, riet er. Einige Möglichkeiten dazu bietet die MKG, weitere sein Institut.

Zum Thema

www.duesseldorf.institutfrancais.de

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