Verkehrspläne für die Schulstraße vor der Grundschule
Autofrei für mehr Sicherheit?

Saerbeck -

Autos aussperren: Das ist der Wunsch von CDU, UWG und Grünen für die Schulstraße vor der Grundschule.

Freitag, 27.04.2018, 07:00 Uhr
Friedlich und gar nicht so eng sieht die Schulstraße vor der Grundschule aus, wenn dort weder Busse noch Schüler noch Elternautos unterwegs sind.
Friedlich und gar nicht so eng sieht die Schulstraße vor der Grundschule aus, wenn dort weder Busse noch Schüler noch Elternautos unterwegs sind. Foto: Alfred Riese

Sprecher der drei Fraktionen stellten sich in der Sitzung des Planungsausschusses am Mittwoch mit deutlichen Worten hinter diese umfassendere von zwei Alternativen, die Bauamtsleiter Andreas Fischer vorgeschlagen hatte. „Die Verkehrssituation dort ist geprägt von Rücksichtslosigkeit“, stellte Anne Raffel (CDU) fest. „Endlich das Problem an der Wurzel packen“, forderte Mechthild Lüggert (UWG).

Auf Initiative der Maximilien-Kolbe-Gesamtschule (MKG), der Grundschule, der Offenen Ganztags-Grundschule und der Kita Kaleidoskop hatte es Mitte März einen Ortstermin mit Rathausvertretern gegeben. Maarten Willenbrink, stellvertretender Leiter der MKG nannte das Thema in der Einladung dazu „dringend“ und erklärte, „die derzeitige Verkehrsführung und insbesondere die Verhaltensweisen der Verkehrsteilnehmer werfen große Sicherheitsrisiken auf“. Bauamtsleiter Fischer berichtete im Ausschuss, dass der Bereich der Bushaltestelle direkt vor der Grundschule regelmäßig zum Nadelöhr werde: der Bus und die Grundschüler, dazu MKG-Schüler teilweise auf dem Rad unterwegs Richtung Sporthallen, dann noch rollende „Eltern-Taxis“ und nicht selten mittendrin verbotenerweise parkende Autos mit wartenden Müttern oder Vätern darin. „Eine Gemengelage, die immer wieder zu gefährlichen Situationen führt“, bestätigte Fischer die Darstellung der Bildungseinrichtungen entlang der Schulstraße.

Der ursprüngliche Lösungsansatz, zusammen mit dem Anbau der Grundschule davor einen abgegrenzten Schüler-Weg anzulegen, scheitert laut Fischer am fehlenden Platz. Deshalb richtete sich sein Blick auf die Bushaltestelle. Bis zur Ratssitzung (Donnerstag, 3. Mai, 18 Uhr, Rathaus) soll geklärt werden, ob die Regionalverkehr Münsterland (RVM) darauf verzichten und stattdessen die neue Haltestelle einige Meter weiter an der Lindenstraße anfahren kann. Hinter diesem Vorgehen stehen alle Fraktionen.

Wenn die Haltestelle aufgegeben werden kann, soll laut Fischers Vorschlag die Schulstraße vom Parkplatz der Kita bis zum Weg zwischen den beiden Schulen komplett für den Autoverkehr gesperrt werden. Die einzige Zufahrt für Autos zur Gesamtschule und den Wohnhäusern der Anliegern wäre dann die Kolpingstraße. Umgesetzt werden könnte das nach Fertigstellung des Grundschulanbaus ab Mitte 2019. Den weniger drastischen Alternativvorschlag, ohne Bushaltestelle einen Weg für den Schülerverkehr abzugrenzen und lediglich wildes Parken mit Pollern zu verhindern, verwarfen die Fraktionsvertreter zunächst. „Vor den Schulen sollte möglichst wenig Autoverkehr sein“, meinte der Ausschussvorsitzende Florian Bücker (CDU), aber es werde tatsächlich immer mehr.

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